Blatt Wolmünster.
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Mytilua vetustus, Pecten discites , Modiola Credneri, Hinnites comptus,Tellina anceps, Ostrea complicata und decemcostata.
In den dickeren Thonsandsteinbänken trifft man zuweilennoch einige deutliche Pflanzenreste an, was die Aehnlichkeitjener mit den Gesteinen des Yoltziensandsteins noch erhöht. Dochkommt eine in der Trochitenzone bisweilen zu beobachtende krumm-schalige Absonderung der dickeren Thonsandsteinbänke (Klammbei Höhenpunkt 271,8 der Karte gegenüber dem Piffer-Berg beiWolmünster) im Voltziensandstein niemals vor.
Die von Weiss für den unteren Muschelkalk der Saar-gegenden, in welchen die sandige Facies dieser Formationsabthei-lung viel höher hinauf reicht, eingeführte Bezeichnung «Muschel-sandstein» hat, wenn wir sie auf das in Rede stehende Gebietund die demselben benachbarten übertragen wollen, wie es derKürze des Ausdruckes halber allenfalls geschehen kann, alleinfür den soeben besprochenen Schichtencomplex Berechtigung, fürdie nächsthöheren, ganz vorwaltend mergeligen Schichten würdesie kaum noch zulässig sein.
Agronomisch ist die beschriebene Abtheilung durch einenStarken Sandgehalt des Bodens, welcher oft sehr reichlich Sand-stein-Brocken und -Platten eingestreut enthält, von den höherenAbtheilungen unterschieden. Von dem sonst sehr ähnlichen Ver-witterungsboden des Voltziensandsteins unterscheidet das gänzlicheFehlen braunrother Färbungen. Die ins Röthliche gehendenFarbentöne, welche im unteren Muschelkalk noch Vorkommen,nähern sich auch bei den verwitterten Gesteinen immer mehroder weniger dem Violett.
Die soeben beschriebenen Schichten, welche durch ihren Versteinerungsreichthumeine besonders bemerkenswerthe Zone im unteren Muschelkalk des reichsländischenGebietes bilden, sind gerade auf unserem Kartenblatt in einer ganzen Reihe von meistkünstlichen Einschnitten mehr oder weniger im Zusammenhänge aufgeschlossen. Einendurch das deutliche Auftreten der oberen Trochitenbank (Spiriferinen-Bank) ausgezeich-neten Aufschluss bietet der Wegeinschnitt am Rebberg bei Wolmünster. Die dortigenEagerungsverhältnisse sowie die von mehreren anderen Punkten sind bereits durch dieSpecialprofile 1—4 auf S. 12—16 und werden noch weiter durch die Profile 6 (S. 30)1 und 8 (S. 38—44) genauer erläutert, welche hierüber zu vergleichen sind. Vonweiteren Aufschlüssen heben wir noch hervor diejenigen in und neben der grossen,
Aufschlüssein der
Trochitenzone.