Blatt Wolmünster.
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In der schon (S. 22) genannten langen Klamm östlich von /jin f“^ e „ ankNussweiler (unterhalb des Höhenpunktes 368,7) streicht 2'/ 2 in unter Wellonmer6Cln 'dem Niveau, in welchem die Klamm endigt, 6 m über der oberenTerebratelbank und 12 m über der Unterkante der dort 0,8 m mäch-tigen Haupt-Terebratel bank eine 0,25 m dicke Trochitenbank (Schichtvon körnigem Dolomit mit Trochiten, Lima striata , Pecten laevigatus ,
Ostrea complicata u. s. w.) aus, welche wohl noch in den Complexder Wellenmergel gehört, vielleicht aber schon als die Grenzbank ander Basis der nächsten Abtheilung (als die «Penfacrzmts-Bank»,obwohl Pejttacriziws-Glieder in der Schicht nicht beobachtet wurden)aufzufassen ist. Diese Trochitenbank wird unmittelbar von eineretwa 0,2 m mächtigen Schicht von etwas härterem, sehr unebenspaltendem, wellenkalkähnlichem Mergel (Wellenmergel) unter-lagert, deren wulstige Oberfläche sich stellenweise mit zahlreichenweiss gebleichten, leicht abbröckelnden und alsdann entsprechendgeformte längliche Wülste auf der Schichtfläche zurücklassendenSchalen einer 10—11 mm langen Lingula bedeckt zeigt. Sonstwurde Lingula noch, und zwar in einer ganz anderen Form, naheunter der oberen Terebratelbank in der Schlanglinger Klamm(Prof. 86, S. 39) sowie nördlich vom Rohlberg, in dem Wasserrissunterhalb des Weges zwischen den beiden Höhenpunkten 331 und299 der Karte beobachtet.
Die im frischen Zustande vergleichsweise schon etwas festeren Mergelschiefer, Auftehittsseinnerhalb deren die wichtigste Bank der Terebratelzone, die Haupt-Terebratelbank ver- Terebratelzoneläuft, zerfallen leicht durch Verwitterung und nehmen dabei fahle bis grell gelbe Fär- ( eln8c kü® 88hchbungen an, gegen welche der beim Verwittern jener Schicht entstehende bräunliche Weiienmergei).Grus deutlich absticht. In Folge davon lässt sich nicht bloss in den zahlreich vor-handenen natürlichen Aufschlüssen, sondern häufig auch auf den Aeckern der Verlaufder Bank gut verfolgen. Die aus letzterer ausgewitterten, oftmals den Boden auf kleinemRaume zu vielen Hunderten bedeckenden Terebrateln bilden auch, mit denen ausden höheren Bänken sowie den kleinen Gervillien und grossen Limen der Terebratel-zone vielfach die Hauptmasse der Versteinerungen, welche man gewöhnlich so zahlreichin den tieferen Theilen der Klammen und der kleineren Wasserrisse zusammengespültfindet. Wo die Terebratelbank in etwas grösserer Mächtigkeit entwickelt ist, erzeugtsie bisweilen, wie zwischen dem «Gelben Weg» und dem «Rüffel» bei Eschweiler , einengesimsartig fortlaufenden, niedrigen Steiiabsturz. Sehr schön sieht man sie als eine1 in mächtige, stellenweise gesimsartig vorspringende Masse in der SchlanglingerKlamm bei Eschweiler ausstreichen. Letztere sowie die grosse Klamm an den Aebtissin -Büschen bei Nussweiler bieten die vollständigsten und lehrreichsten Profile durch