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28/E (1891) Erläuterungen zu Blatt Wolmünster / von Dr. E. Schumacher
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Blatt Wolmtinster.

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Abstand der Unterkante der Pentacrinusbank von der Unterkante a) der oberenTerebratelbank, b) der Haupt-Terebratelbank, in Metern:

1 .

2.

3.

(!)

8,6

9,1

b)

14.7

14,s

14,o

Recht deutlich aufgeschlossen sind die Pentacrinusbank und die tieferen Lagendes eigentlichen Wellenkalkes im obersten Theil der Schlanglinger Klamm sowie derHauptklamm an den Aebtissin -Büschen, worüber die schon mitgetheilten Profile 7 u. 8bNäheres besagen. Die oberen Lagen stehen an den Wegen oberhalb der SchlanglingerKlamm (vergl. Profil 8 a) an, und am Weg von Eschweiler nach Olsberg , unterhalb derLandstrasse, sind die Schichten der Wellenkalkzone in ihrer ganzen Mächtigkeit entblösst.Von weiteren Aufschlusspunkten seien noch genannt: der Einschnitt am Wege vonLutzweiler nach dem ostsüdöstlich gelegenen Punkte der Landstrasse, welcher auf derKarte die Höhenbezeichnung 351,7 führt, sowie derjenige am Weg zwischen dem Kass-Holz und dem Höhenpunkt 329,6 der Karte nordwestlich von Lutzweiler.

Nicht selten endigen die Klammen, anstatt wie gewöhnlich (vergl. die Karte)gerade bei der Pentacrinusbank oder etwas darüber, bereits unterhalb derselben, undin diesem Falle ist die Auffindung der letzteren entsprechend schwieriger als sonst.Bisweilen gelang es aber selbst in deutlichen Aufschlüssen nicht, eine als Pentacrinus-bank anzusprechende scharf begrenzte Schicht ausfindig zu machen, und in solchenFällen kann die Grenze zwischen den allmählich in einander übergehenden Zonen derWellenmergel und des Wellenkalks nur ganz ungefähr angegeben bezw. nach Maassgabeder Höhenlage der Pentacrinusbank an benachbarten Punkten durchzogen werden.Beispiele einer solchen Entwickelung bieten zwei Aufschlüsse, deren Profile hier unter9 und 10 folgen. No. 9 bezieht sich auf die östlichste der in die Terebratelzone ein-schneidenden Klammen am Nordabhange des breiten Rückens, welcher sich zwischenWolmünster und Ormersweiler (auf Blatt Bliesbrücken ) erstreckt, No. 10 auf die anihrem oberen Ende etwas kesselförmig erweiterte Klamm, welche unweit der PfälzerGrenze zwischen der Lutzweiler Mühle bei Wolmünster einer- und Ormersweiler ander-seits (etwa 1V 4 km nordöstlich von letzterem Ort) südwestlich von dem Höhenpunkt321,8 der Karte verläuft, ln dem letzteren Profil fehlt auch bereits eine scharfe Grenz-bank zwischen der Terebratelzone im engeren Sinne und der Zone der Wellenmergel.

Profile zur Erläuterung des allmählichen Ueberganges der Gesteine derTerebratelzone im weiteren Sinne (Terebratelzone und Wellenmergel) in dieGesteine der Welienkalkzone.

9.

10 .

Klamm westnordwestlich vom Sänger-BergN. Wolmünster.

Klamm nordöstlich von Ormersweiler,SW Höhenpunkt 321,8.

Schaumkalk mit Encrinus,Penlacrinus , Ostrea ostracina,

1 Pecten .l,o