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28/E (1891) Erläuterungen zu Blatt Wolmünster / von Dr. E. Schumacher
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Blatt Wolmünster.

Aufschlüsse

im

Wellenkalk.

meist so gut wie gar nicht, und da sich letztere Schicht oft nurim stark verwitterten Zustande aus der Wellenkalkmasse, in dersie lagert, deutlich abhebt, so bleibt die Bestimmung der Grenzezwischen unterer und oberer Abtheilung häufig bis auf wenigeMeter unsicher. Hervorzuheben wäre indess noch, dass die wellen-kalkartigen Gesteine der in Rede stehenden eigentlichen Wellen-kalkzone vielfach dünne Lagen oder abgeplattet knollenförmigeMassen von dunkelgelben, fast dichten Dolomiten eingeschaltetenthalten, welche den gelben Dolomiten von der Grenze desmittleren gegen den oberen Muschelkalk sehr ähnlich sehen.Man beobachtet dieselben sowohl unmittelbar unter der Grenzegegen die nächsthöhere, zum Theil ebenfalls aus Wellenkalkensich zusammensetzende Zone als auch tiefer. Mit Kalkspathkry-ställchen ausgekleidete Drusenräume sind gleichfalls häufig.

Ueber den Verlauf der Wellenstreifen sind die hierauf be-züglichen Angaben bei der Beschreibung der nächsten Zone zuvergleichen.

Obwohl die Pentacrinusbank nach dem soeben Gesagten keine so charakteristischeGrenzschicht wie die Haupt-Terebratelbank und wohl sogar nicht allenthalben entwickeltist, so macht sie sich doch wenigstens in Aufschlüssen fast immer auffallend genugbemerklich, so dass sie mit hinlänglicher Genauigkeit in ihrem Fortstreichen verfolgt werdenkonnte. Wo sie, wie es so häufig vorkommt, nicht über etwa 0,i m mächtig ist undkeine Pe«facrmws-Glieder führt, kann sie mit den häufig in dieser Mächtigkeit auf-tretenden, in den Wellenmergeln eingeschalteten Dolomitbänken verwechselt werden,obwohl sie sich auch dann noch oft von letzteren durch viel zahlreichere Trochitenunterscheidet. Für die Feststellung ihres Verlaufs kam daher neben der Yersteinerungs-führung in erster Linie ihre Lage zu den Terebratelbänken in Betracht, welche durchdie Profile 7 und 8 bereits speciell erläutert ist. Dass der Abstand zwischen denTerebratelbänken einer- und der Pentacrinusbank anderseits nur unerheblichen Schwan-kungen unterliegt, mögen noch die nachstehenden, aus vergleichenden barometrischenNiveaubeobachtungen abgeleiteten Maassangaben erläutern, von denen 2 und 3 ver-hältnissmässig gute Aufschlüsse betreffen. Die Messungen beziehen sich der bezeichnetenReihenfolge nach auf folgende Stellen: t) Grosse Klamm oberhalb des Höhenpunktes271,8 gegenüber dem Piffer-Berg W. Wolmünster. 2) Nördlichere der zwei Klammenoberhalb des Nadelwaldes an den Aebtissin -Büschen bei Nussweiler. 3) Südlichere dieserbeiden Klammen. 4) Feldweg von Weisskirchen nach Güderkirch, südwestlich von Weiss-kirchen. (Die Pentacrinusbank ist hier nicht im Aufschluss angeschnitten; ihre Lagewar jedoch nach einigen grossen, offenbar an Ort und Stelle frisch ausgehobenen undneben zahlreichen kleineren Bruchstücken umherliegenden Platten mit annähernderGenauigkeit zu bestimmen.)