Blatt Wolmünster.
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artigen Gresteine (der körnigen oder schaumkalkartigen Wellen-kalke) allmählich nach oben verliert. — Die tieferen Gesteineder Schaumkalkzone erscheinen auch in dolomitsandartigerAusbildung. (Vergl. Profil 12, S. 52.) Sie erweisen sich in diesemFalle aus ringsum ausgebildeten Dolomitrhomboedern von grauerFarbe, welche durch eine spärliche graue Mergelmasse vielfachnur locker mit einander verkittet sind, zusammengesetzt, so dassbeim Zerreiben oder Zerfallen ein aus Dolomitkrystallen gebildeterSand entsteht.
Ziemlich verschieden, aber meist recht charakteristisch istdas Aussehen der obersten Bank bezw. der obersten, etwa 1 / 2 mmächtigen Bänke der oberen Schaumkalkmasse. Die Gesteinedieses Niveaus sind meist sehr feinkörnig oder selbst dicht, hartund manchmal sehr stark schaumig-porös, wozu noch eine eigen-thümliche, halbkugelig-schalige Structur treten kann. Endlichkommen hier auch grün- und rostfleckige Lagen vor. Myophoriaorbicularis ist in diesem Niveau verbreitet, sie erfüllt die oberste,häufig tief braune, bituminöse Bank nicht selten in zahlreichenExemplaren, konnte aber unterhalb derselben nicht mehr mitSicherheit festgestellt werden. Daneben treten manchmal nochkleine Gastropoden sowie Fisch- und Saurierreste auf. — DeutlicheStielglieder von Pentacrinus sind ausser in den Schaumkalkbänkenauch im dichten Wellenkalk nicht selten. Man findet sie gewöhnlichnicht in grosser Zahl, aber sie scheinen einzeln überall verbreitet zusein. Manche dichte, namentlich poröse Kalke sind sogar sehrreich daran. Aehnlich verhält es sich mit den Zweischalern, wieMyaciten, Limen, Gervillien, Myophorien und Mytilus ,welche nur stellenweise sehr zahlreich im dichten Wellenkalkerscheinen, im übrigen aber ziemlich zerstreut auftreten.
Die Schaumkalkbänke werden zum Kalkbrennen, zu Bausteinen u. s. w. gebrochenund sind deshalb verschiedentlich durch Steinbrüche aufgeschlossen. Die bedeutendstenderselben sind die auf der Höhe östlich von Schweyen am «Zengel», in welchen man biszu einer Tiefe von etwa 3 m typische blaugraue Pecten discites führende Schaumkalkemit eingeschalteten grauen, dichten Kalken anstehen sieht. Myophoria orbicularis wurdehier in dem südlichsten, etwa 175 m nordwestlich vom Höhenpunkt 340,i an derLandstrasse gelegenen kleinen Bruche beobachtet. Aehnlich sind die Schaumkalke inden Brüchen südwestlich von Schweyen und nördlich von Ohrenthal aufgeschlossen.
Aufschlüsseder Schaum-kalkzoll e.