Geschwindigkeirsveränderungen 203
stelns (des Läufers) auf die Güte des Mehls einen nach,thciligen Einfluß haben kann. Wird das Feuer unterdem Kessel einer Dampfmaschine stärker oder schwächerangeschürt, oder wird auf eine andere Weise einmal dieQuantität oder Dichtigkeit und Elasticität der Dämpfevermehrt oder vermindert, so kann die Maschine selbst ineinen schnelleren oder langsameren Gang kommen, unddies muß denn auch auf die schnellere oder langsamer«Bewegung derjenigen Maschine Einfluß haben, welchedurch die Dampfmaschine in Thätigkeit gesetzt wirb, z. B.die Spinnmaschine. Zum Erkennen eines solchen schnel-leren oder langsameren Gangs, so wie einer gleichförmi,gen Geschwindigkeit, dient trefflich das Tachometeroder der Geschwindigkeitsmesser, welchen manynt irgend einer umlaufenden Welle der Maschine inVerbindung bringt.
Bei Handmühlen oder überhaupt bei Maschi-nen, welche durch eine Kurbel von der Hand des Men,fchen in Bewegung gefetzt werden, ist es auch nichtmöglich, die Kraft immer gleichförmig auf die Kurbelwirken zu lassen; der Mensch dreht ein Mal schneller,ein Mal langsamer; er schöpft ein Mal Athem, um mitfrischer Kraft das Drehen zu verrichten, u. dgl. 'Daswürde nun wieder eine Ungleichförmigkeit der ganzenMaschine und der damit vorzunehmenden Arbeit veran-lassen, wenn man diese Ungleichförmigkeit nicht durchein Schwungrad zu corrigiren suchte. Die Schwung,bewegung ist es aber auch,-welche man bei Windmühlen zu einer gleichförmigern Drehung des Läufers anwendet;indem man diesen größer machr, wie bei anderen Ma-schinen, hat er auch um so mehr Beharrungsvermö-gen und wälzt sich um so längere Zeit, auch beimSchwächerwerden, sogar beim augenblicklichen Aufhörender bewegenden Kraft, mit gleicher Geschwindigkeit umseine Achse, je größer sein Durchmesser ist. Freilichträgt diese Vergrößerung aber auch zur Verschlechterungdes Mehls bei.