Handmühlen
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H.
Handmühlcn, und jwarHandmahlmühlen,können als Familienmühlen, als Mühlen für Gutsbesitzer,als Mühlen bei Belagerungen und im Kriege überhauptgroßen Nutzen stiften. Jede neue zweckmäßige Einrich-tung derselben muß daher willkommen seyn.
Bei einer sehr einfachen englischen Handmühle istder Körper derselben mittelst Schraubenbolzen an einenfesten senkrechten Pfosten befestigt, und die Hauptkheileder Mühle sind, in einem Gehäuse (einer Zarge), diebeiden Mühlsteine, deren Grundflächen in vertikaler Rich-tung sich an einander heraus bewegen. Der eine Steinsteht fest, der andere (der Läufer) wird mittelst einer anseiner Achse, außerhalb dem Gehäuse, befindlichen Kur-bel umgedreht. — So ist auch die Handmühle desEberbach in Stuttgart , mit dem Unterschiede, daß siekeine Steine, sondern statt derselben eiserne Scheiben(eine feste und eine umlaufende) hat, deren einander zu-gekehrte mahlende Flächen mit vielen scharfen, bogenför-migen , durch eine eigene Maschine gebildete Reifen ver-sehen sind.
Der an dem einen Ende der Achse sitzenden Kurbelgegenüber, folglich an dem anderen Ende der Achse, istein Schwungrad mit einem Handgriffe zum Drehen an-gebracht. Der Rumpf, in welchen daö Getreide ge-schüttet wird, ist oben so mit der Zarge verbunden, daßdas Getreide gut zwischen die Steine laufen kann; undunten ist eine Oeffnung zum Herauslaufen des zermahle-nen Getreides, welches entweder Schrot bleiben soll (z.B.Malzschrot, Schrot zu Viehfutter rc.), oder zur Trennungdes Mehls von der Kleie noch von einem Beutel, den dieMaschine schüttelt, aufgenommen wird. — Die Mühle,die man längst von ähnlicher Construktion hatte, ist einfach,nimmt wenig Raum ein, und läßt sich leicht zerlegen.