Hanbmühlen 217
Bekanntlich hatte die französische Armee, welchevor beinahe sechSzehn Jahren in Rußland einrückte,kleine tragbare Handmühlen bei ihrer Bagage, die zumMahlen des Kornes für die Soldaten auf dem Mar-sche benutzt wurden. Die Anwendung dieser einfachenMühlen war leicht, und die Maschine arbeitete zu-gleich schnell. Auch hier waren, wie bei EberbachsMühle, statt der Mühlsteine, Stahlscheibcn angewen.dct, deren einander zugekehrte Flächen viele bogcnför,niige, gut schneidende Schärfen enthielten, und wovondie eine Scheibe (als Läufer) durch eine Kurbel inUmdrehung gesetzt wurde. Durch Stellschrauben lie-ßen sich die Scheiben erforderlicher Weise mehr oderweniger nähern. Daß eine Zarge die Scheiben um-schloß und daß ein über den Scheiben angebrachterRumpf den letztcrn das Getreide zuführte, versteht sichvon selbst.
In Frankreich kamen auch längst eiserne Hand-mühlen zum Vorscheine, die (unsern Kaffeemühlen ge-wissermaßen ähnlich) aus kegelförmigen Läufern bestan,den, welche von kegelförmigen Höhlungen umhülltwaren. Diese Mühlen hatten die Eigenschaft, daßsie die Hülse des Getreides zu viel mit pülverten, daßfolglich zu viel Hülfenpulver sammt dem Mehle durchdie Poren der Beutel ging, wodurch das Mehl grauwurde. Der Büchsenmacher Pccantin verbessertedaher diese Mühlen dadurch, daß er sowohl dem Kegel,als auch der Höhlung, in welcher der Kegel sich dreht,solche schief gezogene Furchen gab, deren Kanten-Vor-sprünge das Getreide besser zerschnitten und das Ge-treide so in die zwischen ihnen befindlichen krummenZwischenräume hineinzogen, daß das Getreide nurallmälig und ohne Erhitzung zermahlen wurde. Diedurch die Furchen entstandenen Erhöhungen oder krum,mcn Zähne, wie ich sie nennen will, sind, unten vondem kleinsten Durchmesser des Kegels angefangen, biszum Drittel der Höhe des Kegels und seiner Höhlungam breitesten; alsdann spalten sie sich noch ein Mal,