232 Hydraulische Maschinen
tesgaden zum Behufe der neuen Soolenleitung nachReichen hall über den höchsten Punkc zwischen beidenOrten, das sogenannte Soolenköpfel bei Jllsang,zu gewaltigen ; von da kann dann die Soole durch ein sehrstarkes, natürliches Gefalle in hölzernen Röhren vonselbst nach Reich en hall laufen. Die senkrechte Druck,höhe der zu hebenden Wassersäule voin Fuße der Ma«schine zu Jllsang bis zum Ausgusse am Behälter auf demSoolenköpfel beträgt 1218 Fuß, das Gefalle des zumBetriebe der Maschine benutzten Aufschlagwassers aber,oder die vertikale Höhe der bewegenden Wassersäule, über400 Fuß.
Jene ganze Höhe von 1218 Fuß mußte die Maschineauf einen Druck gewältigen. Die Hauptkheile derMaschine sind drei, in einer lokhrcchten Linie über einan,der befindliche, starke, hohle, eiserne Cylinder oder Stie,fel, wovon der mittclste der weiteste ist. Jeder vondiesen Cylindern hat seinen eignen Kolben; alle dreiKolben aber sind durch Kolbenstangen mit einander ver,bunden. Der miktelstc Cylinder hat oben blos eine Oeff,nung in einer Stopfbüchse, durch welche die Kolbenstangein den obersten Cylinder geht. Unten ist der mitkelsteCylinder offen und durch diese Oeffnung mit dem Kolbendes untersten Cylinders verbunden.
Das von einem starken Bache herbeifließende Auf,fchlag.waffr läuft durch Röhren in den obern Raum desgroßen mittlern Cylinders, und zwar auf den Kolbendesselben und drückt ihn, folglich auch den Kolben desuntern Cylinders nieder. Dadurch wird die von letzteremCylinder vorher eingefogene Soole durch ein Seitenrohrin die mit einem Ventile versehene Stcigröhre gepreßt.Geht der Kolben im mittelsten Cylinder niederwärts, sdmuß auch der Korben im obersten Cylinder heruntergezo,gen werden. Das unter demselben befindliche Wasserentweicht durch eine eigne, schräg aufwärts gehende Sei-tenröhre. Sobald die drei mir einander verbundenenKolben ihre tiefste Stelle erreicht haben, und der Kolbendes großen mittlern Cylinders nahe am Rande dieses