er ein Fahrzeug und. ließ sich durch das trübe Laby-rinth der Kanäle, unter zierlichen Marmorbaikonenhin, die von Löwenbildern flankiert waren, umglitschige Mauerecken, vorbei an trauernden Palast-fassaden, die große Firmenschilder im Abfall schau-kelnden Wasser spiegelten, nach San Marco leiten.Er hatte Mühe, dorthin zu gelangen, denn der Gon-dolier, der mit Spitzenfabriken und Glasbläsereienim Bunde stand, versuchte überall, ihn zu Besichti-gung und Einkauf abzusetzen, und wenn die bizarreFahrt durch Venedig ihren Zauber zu üben begann,so tat der beutelschneiderische Geschäftsgeist dergesunkenen Königin das Seine, den Sinn wieder ver-drießlich zu ernüchtern.
Ins Hotel zurückgekehrt, gab er noch vor demDiner im Bureau die Erklärung ab, daß unvorher-gesehene Umstände ihn nötigten, morgen früh abzu-reisen. Man bedauerte, man quittierte seine Rech-nung. Er speiste und verbrachte den lauen AbendJournale lesend in einem Schaukelstuhl auf der rück-wärtigen Terrasse. Bevor er zur Ruhe ging, machteer sein Gepäck vollkommen zur Abreise fertig.
Er schlief nicht zum besten, da der bevorstehendeWiederaufbruch ihn beunruhigte. Als er am Morgendie Fenster öffnete, war der Himmel bezogen nachwie vor, aber die Luft schien frischer, und — es be-
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