fälliger hätte heimsuchen können. Es waren Er-klärungen zu geben, erstaunte Gesichter zu bestehen,— dann war, so sagte er sich, alles wieder gut, dannwar ein Unglück verhütet, ein schwerer Irrtum richtiggestellt, und alles, was er im Rücken zu lassen ge-glaubt hatte, eröffnete sich ihm wieder, war auf be-liebige Zeit wieder sein... Täuschte ihn übrigens dierasche Fahrt oder kam wirklich zum Überfluß derWind nun dennoch vom Meere her?
Die Wellen schlugen gegen die betonierten Wändedes schmalen Kanals, der durch die Insel zum HotelExcelsior gelegt ist. Ein automobiler Omnibus er-wartete dort den Wiederkehrenden und führte ihnoberhalb des gekräuselten Meeres auf geradem Wegezum Bäder-Hotel. Der kleine, schnurrbärtige Ma-nager in geschweiftem Gehrock kam zur Begrüßungdie Freitreppe herab.
Leise schmeichelnd bedauerte er den Zwischen-fall, nannte ihn äußerst peinlich für ihn und dasInstitut, billigte aber mit Überzeugung AschenbachsEntschluß, das Gepäckstück hier zu erwarten. Frei-lich sei sein Zimmer vergeben, ein anderes jedoch,nicht schlechter, sogleich zur Verfügung. „Pas dechance, monsieur“, sagte der schweizerische Lift-führer lächelnd, als man hinaufglitt. Und so wurdeder Flüchtling wieder einquartiert, in einem Zimmer,
7 «