Sprünge, nicht seine Entstehungsbedingungen kennt;denn die Kenntnis der Quellen, aus denen demKünstler Eingebung floß, würde sie oftmals ver-wirren, abschrecken und so die Wirkungen des Vor-trefflichen aufheben. Sonderbare Stunden! Sonder-bar entnervende Mühe! Seltsam zeugender Verkehrdes Geistes mit einem Körper! Als Aschenbachseine Arbeit verwahrte und vom Strande aufbrach,fühlte er sich erschöpft, ja zerrüttet, und ihm war,als ob sein Gewissen wie nach einer AusschweifungKlage führe.
Es war am folgenden Morgen, daß er, im Begriffdas Hotel zu verlassen, von der Freitreppe aus ge-wahrte, wie Tadzio, schon unterwegs zum Meere —und zwar allein —, sich eben der Strandsperrenäherte. Der Wunsch, der einfache Gedanke, dieGelegenheit zu nutzen und mit dem, der ihm un-wissentlich so viel Erhebung und Bewegung bereiter,leichte, heitere Bekanntschaft zu machen, ihn anzu-reden, sich seiner Antwort, seines Blickes zu er-freuen, lag nahe und drängte sich auf. Der Schöneging schlendernd, er war einzuholen, und Aschen-bach beschleunigte seine Schritte. Er erreicht ihnauf dem Brettersteig hinter den Hütten, er will ihmdie Hand aufs Haupt, auf die Schulter legen, undirgendein Wort, eine freundliche französische Phrase
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