hatte, auf die Gefahr, in einer so wahnsinnigen Lageertappt und betroffen zu werden.
Dennoch fehlte es nicht an Augenblicken des Inne-haltens und der halben Besinnung. Auf welchenWegen! dachte er dann mit Bestürzung. Auf welchenWegen! Wie jeder Mann, dem natürliche Verdiensteein aristokratisches Interesse für seine Abstammungeinflößen, war er gewohnt, bei den Leistungen undErfolgen seines Lebens der Vorfahren zu gedenken,sich ihrer Zustimmung, ihrer Genugtuung, ihrer not-gedrungenen Achtung im Geist zu versichern. Erdachte ihrer auch jetzt und hier, verstrickt in ein sounstatthaftes Erlebnis, begriffen in so exotischenAusschweifungen des Gefühls, gedachte der haltungs-vollen Strenge, der anständigen Männlichkeit ihresWesens und lächelte schwermütig. Was würden siesagen? Aber freilich, was hätten sie zu seinem ganzenLeben gesagt, das von dem ihren so bis zur Ent-artung abgewichen war, zu diesem Leben im Banneder Kunst, über das er selbst einst, im Bürgersinneder Väter, so spöttische Jünglingserkenntnisse hatteverlauten lassen und das dem ihren im Grunde soähnlich gewesen war! Auch er hatte gedient, aucher war Soldat und Kriegsmann gewesen, gleichmanchem von ihnen, — denn die Kunst war ein Krieg,ein aufreibender Kampf, für welchen man heute
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