Band 
Zweyter Theil.
Seite
122
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sinnlosen Aufschriften bekleckst sind. Doch hatSchaffhausen in neuer Zeit einen freundliche-ren Anblick erhalten, und besonders durch ei-nen artigen Spatzicrgang am Rheine viel ge-wonnen.

Eine Hauptmerkwürdigkeit Schaffhau-'sens war die im Jahre 1758 von HannS Ul-rich Grubenmann aus Teuffen im CantonAxpenzell erbaute Rheinbrücke; er erhielt denAuftrag, sie an derselben Stelle zu erbauen,,wo früher eine steinerne Brücke durch dieGewalt des Stromes zusammengerissen wor-den war. Trotz der Breite des Bettes vonäoo Fuß, wollte er sein Bauwerk auf eineneinzigen Dogen spannen, die Regierung ver-langte aber, daß er sie in der Mitte auf dieÜberrest« eines Pfeilers der ehemaligen stei-nernen Brücke stütze. Der Werkmeister fügtesich anscheinend dem Befehl, sein Fachwerkschien im Mcktelpuncte diese Unterlage zu ha-ben , jedoch, wie man behaupten will, nurtäuschend, und i» der Wirklichkeit soll der Bo-gen nur aus seinen beyden Uferpfeilern geruhthaben. Dieses Meisterstück der Zimmerey wur-de am rZ. April 1799, als die ÖsterreicherSchaffhausen besetzten, von den Franzose» inBrand gesteckt.