Band 
Zweyter Theil.
Seite
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verseht, große Verwüstungen; dagegen wirdfie im Winter und bey großer Dürre imSommer so klein, daß sie nicht einmal schiff-bar ist. Die Mnrg und die Sitter, welcheeinen Theil deS Cantons durchziehen, verei-nigen sich mit diesem Flusse. Die vielenQuellen, welche in andern Cankonen allerOrten in Menge empor sprudeln, werdenübrigens in Thurgau nicht angetroffen; hierund da ist selbst das Wasser sehr selten, unddie Landleutc sind genöthigt, das Regenwas-ser in Trögen zu sammeln, um nicht Was-sermangel zu leiden.

Thurgau ist sehr spät der bürgerlichenFreyheit theilhaftig geworden, die andereCantone sich mit dem Blut ihrer Bürger er.kauften. Cs war nach und nach den HäusernZäriugen, Kyburg und Österreich Unterthan,und als die Herrschaft des lctztern aufhörte,rissen die verbündeten Cantone, statt demThurgau seine SelbststLndigkeit zu geben undes in ihren Bund aufzunehmen, dasselbe ansich, und ließen diese eroberte Provinz durcheinen Voigt verwalten; so hatten diese Can-touc die Freyheit für sich behalten, und blie-ben Gebieter außerhalb ihrer eigenen Gran-