Band 
Zweyter Theil.
Seite
169
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retten, was möglich wäre. Die Nacht vergingunter gräßlicher Verwirrung, die Kranken undKinder wurden weggetragen, alles kehrte un-ter Thränen der geliebten Heimath, wo dieAsche der Vater ruhte, den Rücken; der Berg-sturz drang immer näher herbey, endlich er-reichte er das Dorf, und begrub es währendder Nacht unter seinem Schutt. Am nächstenMorgen war die Zerstörung vollendet, derPlatz, wo das Dorf gestanden, war nichtmehr kennbar, ein dicker Lchmkoth mit mäch-tigen Felsstücken untermischt, deckte die Ge-gend. Ein ungeheurer Steinblock war bis inden See hinabgerollt. An der Stelle, wo sichdas Erdreich von dem Berge losgerissen hatte,sah man eine beträchtliche Vertiefung, in dereine große Menge Quellen empor sprudelten.Einige derselben sind seitdem versiegt, derGebirgsbach, der bey Weggis vorbey floß,ist dagegen, größer geworden, und hat sichdurch die verschüttete Gegend eine Bahn ge-brochen.

DerCanton Lucern ist einer von den katho-lischen Cantone; obschon die Volksmenge nachofficisllen Nachrichten nur gegen 86,700 See-len betragen soll, so glaubt man doch, daßsie über «00,000 zähle. Ehemals regierten