Band 
Dritter Theil.
Seite
182
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Lange Zeit hatte dieses Thal der glück-lichsten Ruhe genossen, als der Krieg gegenEnde des achtzehnten Jahrhunderts in ihmseinen Jammer verbreitete. 1798 drangen acht-tausend Mann französischer Truppen vomSt. Gotthard herab in die Levantine. DieEinwohner ssanden den Muth, ihr Land gegendie Fremdlinge zu vertheidigen; sie halfendie Franzosen zurückschlagen, zogen sich aberdadurch die grausamste Rache derselben zu.Schon war in den zwey folgenden Jahren,durch die wechselnden Durchzöge von Freun-den und Feinden, die ganze Bevölkerung anden Bettelstab gebracht, als dieselbe 1801Kopf für Kopf, ohne Unterschied des Ge-schlechts, aufgeboten wurde, den französische»Arlillerietrain des General Mvncey über denSr. Gotthard zu schleppen, daS erste undauch einzige Mal, daß Kanonen diese fried-liche Straße passirt haben.

Städte gibt es in diesem Distrikte nicht,Landwirthschaft und derWaarcntransport überden St. Gotthard sind die einzigen Erwerbs-quellen der Einwohner. Sie bereiten guteKäse, hauptsächlich in den Thälern des BergsPiora, dessen herrliche Triften die schönsten