Band 
I. Theil.
Seite
140
JPEG-Download
 

140 II. HAUPTST. DURCHBR. D. MEERE.

keine Schwierigkeit wegen der Sprache? — Welches j

A nkyra aber ist es eigentlich, wo der Anker gefunden j

worden, das Gala tische oder das Fkrygische? j

Unsere neuen alten Geographen beziehen sämmtlich die t

Erzählung auf das gr ofse beriihm te Gal atisch e <]

Ankyra. Dieses aber liegt ziemlich weit im Lande; ^

auf der Charte von Kleinasien in Reichard's Orbis e

terrarum antiquus ist sogar eine Bergkette zwi- ü

sehender Stadt und dem Meere hingezogen, und derSangarius hat noch einen langen Lauf von da bis e

zum Meere. Das phrygische Ankyra aber liegt nur p

halb soweit von der Propontis als jenes vom g

Schwarzen Meere» und ist immer nur eine kleine Stadt ‘ v

gewesen. Pausanias aber (die Quelle der Erzählung, Si

denn Strabo erwähnt nichts davon) sagt ausdrück- t<

lieh: dafs der Anker bey der kleinenStadtAnkyra d

in Phrygien gefunden worden sey, und der ganze C

Zusammenhang seiner Erzählung bestätigt, dafs diese S

letztere Stadt von ihm wirklich gemeynt sey, indem n

er hinzufügt, dafs die Gallier nach Eroberung der- ti

selben noch andere genannte Orte eingenommen hätten, d

die auf ihrem Wege über dieses Ankyra hinaus la- \gen, nicht aber über das Galatische. p

Choiseul Goujfier (i) hält den Zeitraum zwischen b

der deucalionischen Fluth und den oben erzählten Be- I

gebenheiten des Dardanus und Jasius für zu kurz, n

als dafs die Länder und Inseln, wenn sie wirklich j<

vom Durchbruche des Schwarzen Meeres iiberfluthet g

worden wären, sich nach einer so kurzen Zeit wie- g

der in dem Zustand eines Schauplatzes historischer Be- p

gebenheiten hätten befinden können. Er will daher e

lieber die ungefähr 200 Jahre ältere Ogygische u

, n

l) in den oben angef. Recherche» p. 499. f. u