I. HAUPTSTÜCK.
VERGRÖSSERUNG DER MEERE SFR ÄCHE.
Die Oberfläche des Wassers (wir reden vor der Handliier nur von dem Meere) vergröfsert sich auf Kostendes Landes durch Zerstörung seiner Ufer, derenBestandteile es zernagt, verschlingt und auf seinemGrunde absetzt; ferner durch Austreten über dieUfer, indem es diese überschwemmt und bedeckt, sodafs das, was zuvor trocknes Land war, Meeresbo-den wird. Da das Meer sich an einzelnen Stellen dau-erhaft nicht erheben kann, sondern seine Oberflächeauf der ganzen Erde eine durch die Gesetze der allge-meinen Schwere bestimmte Wölbung behalten mufs;«o können durch örtliche Erhebung des Meerwassersdauerhafte Umwandlungen! des trocknen Landes inMeeresboden nicht hervorgebracht werden. Wo sieaber wirklich statt finden, da mufs entweder das Landschon eine tiefere Lage gehabt haben als die Ober-fläche des Meeres, und dieses letztere mufs nur einenvorliegenden Damm zerstört oder durchbrochen haben;oder das höhere Land mufs von seiner Höhe soviel ver-loren haben, dafs seine Oberfläche niedriger gewor-den ist als die des Meeres.