wesen zuzuwenden. Staatsminister von Knobelsdorff er-klärte im Namen des Monarchen den Landtag für er-öffnet. Und die Hochrufe, die Albrecht begleiteten, alser den Saal verließ, hatten einen trotzig verzweifeltenNachdruck.
Da die Witterung noch sommerlich war, kehrte er so-fort nach Hollerbrunn zurück, von wo er notgedrungenzur Stadt gekommen war. Er hatte das Seine getan,und was übrigblieb, war Sache Herrn Krippenreuthersund des Landtags. Es kam, wie gesagt, sogleich zuStreitigkeiten und zwar wegen mehrerer Punkte auf ein-mal: der Vermögenssteuer, der Fleischsteuer und des Be-amtengehaltstarifs.
Da nämlich die Volksvertretung für nichts in derWelt zur Bewilligung neuer Steuern zu bewegen ge-wesen wäre, so war Doktor Krippenreuthers grübelnderGeist darauf verfallen, die bisher gebräuchlich gewesenenErtragssteuern in eine Vermögenssteuer umzuwandeln,die, den Steuerfuß auf dreizehneinhalb vom Hundert an-gesetzt, einen Mehrertrag von rund einer Million ergebenwürde. Wie bitter notwendig, ja wie unzulänglich einsolcher Mehrertrag war, erhellte denn auch aus demHauptvoranfchlag für das neue Etatsjahr, welcher, derÜbernahme neuer Lasten auf die Staatskasse ungeachtet,mit einem Fehlbetrag abschloß, der das Herz jedes wirt-schaftlich Einsichtigen mußte erbeben machen. Da aberklar war, daß fast allein die Städte durch die Vermögens-steuer würden belastet werden, so kehrte sich gegen denSteuerfuß von dreizehneinhalb die volle Entrüstung derstädtischen Vertreter, und zum mindesten forderten sie als