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Königliche Hoheit : Roman / von Thomas Mann
Entstehung
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393
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Schublade er sich erinnert hatte, ein schon etwas brüchigesStück, das er dem Prinzen einhändigte, indem er ihnausführlich darüber belehrte, wie er es zu verwenden habe,um Nutzen daraus zu ziehen. Klaus Heinrich dankteihm freudig, und Herr Spoelmann streckte sich befriedigtwieder aus. Er blieb diesmal da, und als der Tee ge-trunken war, veranlaßte er sogar einen gemeinsamenRundgang um den Park, wobei die Anordnung die war,daß Herr Spoelmann in seinen weichen Schuhen zwi-schen Jmma und Klaus Heinrich wandelte, während dieGräfin Löwenjoul mit Doktor Watercloose in einigemAbstände folgten. Als der Prinz für heute Abschiednahm, sagte Jmma Spoelmann noch etwas scharf Ge-setztes über seinen Hals und die feuchten Umschläge, be-schwor ihn mit verstecktem Spotte, sich zu pflegen undseine geheiligte Person doch ja in sorgsame Acht zunehmen. Aber obgleich Klaus Heinrich ihr nichts Ange-messenes zu erwidern wußte was sie übrigens ja nichterwartete und verlangte, so bestieg er doch ziemlichfrohgemut seinen Dogcart; denn das Stückchen brüchigerGuttapercha in der rückwärtigen Tasche seines Uniform-rockes erschien ihm, ohne daß er sich klare Rechenschaftüber diese Auffassung ablegte, als ein Unterpfand glück-licher Zukunft.

Mochte dem nun aber wie immer sein, so blieb esdabei, daß sein Kampf erst eigentlich begann. Es warder Kampf um Jmma Spoelmanns Glauben, der Kampfdarum, daß sie ihm in dem Grade vertrauen möge, umdes Entschlusses fähig zu sein, sich aus der frostigen undreinen Sphäre, darin sie zu spielen gewohnt war, aus