Fragen, aber nicht aus Teilnahme, es ist Ihnen nichtum den Inhalt der Frage zu tun, nein, um garnichts istes Ihnen zu tun, und nichts liegt Ihnen am Herzen.
Ich habe es oft gesehen, — Sie sprechen, Sie äußerneine Meinung, aber Sie könnten ganz ebensogut eineandere äußern, denn in Wirklichkeit haben Sie keineMeinung und keinen Glauben, und auf nichts kommt esIhnen an als auf Ihre Prinzenhaltung. Sie sagen zu- j
weilen, Ihr Beruf sei nicht leicht, aber da Sie mich ^
herausgefordert haben, so will ich Ihnen bemerken, daß ^er Ihnen leichter fallen würde, wenn Sie eine Meinungund einen Glauben hätten, Prinz, — das ist meine iMeinung und mein Glaube. Wie könnte man Vertrauenzu Ihnen haben? Nein, es ist nicht Vertrauen, was Sieeinstößen, sondern Kälte und Befangenheit, und wem, ichmir auch Mühe gäbe, Ihnen näher zu kommen, so würdemich diese Art von Befangenheit und Unbeholfenheit daran !hindern, — jetzt habe ich geantwortet." ^
Er hatte ihr mit schmerzlicher Spannung zugehört,hatte mehrmals in ihr bleiches Gesichtchen geblickt, wäh- >rend sie sprach, und dann wieder, wie sie, die Augen aufden Zügel gesenkt.
„Haben Sie Dank, Jmma," antwortete er nun, „daßSie so ernst gesprochen haben, — denn Sie wissen wohl,daß Sie nicht immer so tun, sondern meistens nur spott-weise reden und auf Ihre Art die Dinge so wenig ernstnehmen, wie ich auf die meine."
„Wie soll man anders, als spöttisch, zu Ihnen reden,Prinz!"
„Und zuweilen sind Sie sogar hart und grausam, wie