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Königliche Hoheit : Roman / von Thomas Mann
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440
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im Hof tut mir leid, weil seine Rosen Ihnen mißfallenmit ihrem Moderduft."

Ich will nicht sagen, daß sie mir mißfallen, Prinz."

Aber sie ernüchtern und erkälten Sie wohl?"

Ja, das vielleicht."

Habe ich Ihnen aber von dem Glauben der Leuteerzählt, daß der Rosenstock einmal erlöst werden soll,nämlich an einem Tage der allgemeinen Beglückung, undRosen hervorbringen soll, die zu ihrer großen Schönheitauch noch mit lieblich natürlichem Duft begabt seinwerden?"

Ja, Prinz, das muß man abwarten."

Nein, Jmma, man muß helfen und handeln! Sichentschließen muß man und allem Zweifelmut absagen,kleine Jmma! Sagen Sie mir... sagen Sie mir heute:Haben Sie nun Vertrauen zu mir?"

Doch, Prinz, in letzter Zeit habe ich Vertrauen zuIhnen gefaßt."

Sehen Sie!... Gott sei gelobt!... Sagte ich nicht,daß es mir schließlich gelingen müsse?... Und so glaubenSie denn nun, daß es mir ernst ist, wirklicher, ernst-hafter Ernst um Sie und um uns?"

Ja, Prinz, in letzter Zeit glaube ich, daß ich es glaubenkann."

Endlich, endlich, unschlüssige kleine Jmma!... Ach,ich danke Ihnen aus Herzensgrund!... Aber dann habenSie also Mut und wollen sich zu mir bekennen vor allerWelt, da Sie doch zu mir gehören?"

Bekennen Sie sich, Königliche Hoheit, zu mir, wenn'sgefällig ist."