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Abolboda. — Abrus.
Abolboda (Xyridaceäe).
Abolboda brasiliensis Kth. Heimisch in Brasilien (Minas Geraes,St. Paulo, Goyaz, Matto Grosso). Namen: Jupicai mirim. DerSaft der gestossenen Blätter und Wurzeln wird äusserlich alsUmschlag gegen eine Hautkrankheit (Zoster) angewendet.
Litt.: Pharm. Rundschau (New York ) 1892, p. 164.
Abolboda Poarchon Seub. Heimisch in Brasilien in den StaatenMinas und Goyaz. Namen: Maririsso, Maririco, Capim rei.(Diese Namen führt auch Sisyrinchium galaxoides Fr. Allem.)Die Wurzel und der frisch ausgepresste Saft werden als Abführ-mittel benutzt.
Litt.: Pharm. Rundschau (New York ) 1892, p. 164.
Abooro.
1887 von West-Afrika als Heilmittel gegen Kinderblattern ge-kommene Droge, aus Wurzeln und Stengeln einer Pflanze bestehend.
Litt.: Christy & Co. Nr. 10. 1877, p. 120.
Abrns. Abrus precatorius L. (Papilionaceae — Vicieae).
Ursprünglich wohl in Ostindien heimisch, jetzt überall in denTropen. Namen der Pflanze: Jequirity, schönsamiger Süssstrauch,indianisches oder indisches Süssholz, Süssholz von Jamaica , Lianede reglisse, Reglisse d’Amerique, Herbe ä beau-pere, Arbre ächapelet (franz.). Indian licorice etc., Licorice vine, Crab’s-eyevine, Licorice bush (engl.). Peonia de San-Tomäs, Saga de Fili-pinas, Regaliz de las Antillas, Abro de cuentas de rosarie (span.).In Indien : Gunj, Ghungachi (hind. beng.), Gunjha (mar.), Gundu-mani (tarn.), Chanoti (guz.), Guri-ginja (tel.), Gulganji (ean.).
Die Wurzel (Radix Abri), Stengel und Blätter schmecken süssund werden in den Tropen wie Süssholz verwendet; Stengel undBlätter enthalten Glycyrrhizin, und zwar die Blätter 9—10°/ o .
Wichtiger geworden sind die Samen, von denen man seitlange anführt, dass sie giftig wirken. In Ostindien gelten sieauch als Aphrodisiacum. Mit den ganz allgemeinen Nachrichtenüber ihre Giftigkeit steht die Angabe, dass sie in Aegypten gegessen werden, in Gegensatz. Nach Versuchen von Wardenund Waddell sollen die Samen vom Magen aus nicht giftig sein,wogegen schon 0,1 g unter die Haut gebracht, nach 48 Stundentödten. Bekannt ist die Verwendung zu Rosenkränzen, Hals-ketten und allerlei Verzierungen. Jede Hülse der Pflanze ent-hält 4—6 erbsengrosse, etwas längliche Samen, die hartschalig,von scharlachrother Farbe, mit grossem schwarzen Fleck um denNabel versehen sind. Ueber den Bau des Samens vgl. Pharmaceut.Zeitung 1884, p, 749.
Namen der Samen: Jequiritysamen, Patemostererbse, Gift-bohne. Grains ou pois d’Amerique (franz.). Red bean, Love-pea,Yellow seed, Scarlet seed, With black eye, Preyer bead, JohnCrow bead, Jumble bead (engl.).