Lythrum. — Magnolia.
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Iiythrum (Lytbraceae — Lythreae).
Jjythrum Salicaria L. Wird neuerdings gegen chronischeEntzündungen der Schleimhäute empfohlen; wurde früher gegenDiarrhoe etc. verwendet.
Litt.: Kosteletzky VI, p. 1504. Therap. Gaz. 1884.
M.
Mabo.
Mabonüsse, verkehrteiförmige, 6 cm lange, 3 cm breite, ge-furchte Früchte, deren Samen reich an Oel sind.
Litt.: Pharm. Zeitung 1889, p. 102.
Macleya (Papaveraceae — Papaveroideae — Chelidonieae).
Macleya cordata (Willd.) IL Br., in China und Japan . Namenin China : Hakura-kukai; in Japan : Takenigusa, Tsiampan-giku, Tachiobaku. Die ganze Pflanze enthält einen orange-farbenen Milchsaft. Man hat aus ihr zwei Alkaloide dargestellt:Sanguinarin, also identisch mit dem in der Sanguinaria cana-densis enthaltenen Alkaloid und Macleyin, welches auffallenddem Protopin aus Papaver somniferum ähnelt.
Litt..: Pharm. Journ. and Trans. 1882, Nr. 614, p. 803. BeckurtsJahresbericht 1883—84, p. 348.
Macroxamia (Cycadaceae).
Macrozamia Benisonii F. Müll. (Lepidozamia PeroffsJcyanaRegel). Heimisch in Queensland und Neu-Südwales. Enthält inden Stielen ein Gummi, das neben wenig Arabin viel Metarabin(77,22 °/ 0 ) enthält.
Litt.: Pharm. Joum. and Trans. 1890, p. 7.
Magnolia (Magnoliaceae — Magnolieae).
Magnolia acuminata L. (Cucumber-Tree), M. glauca L.(White-Bay, Beaver-Tree), M. grandiflora IT (Big Laurel),M. macrophylla Michx., M. mnbretta I)esr. (syn.: M. tripetala L.),sämmtlich in Nordamerika , liefern die Magnoliarinde. DerHauptlieferant ist M. glauca. Der Geschmack ist zusammen-ziehend und bitter. Enthält ein Glykosid, Magnolin, das farb-lose Krystalle bildet, eine fluorescirende Substanz, ätherischesOel, Gerbstoff und drei verschiedene Harze. Sie dient als to-nisches Arzneimittel und wird bei Malaria und Rheumatismenverwendet.
Die Rinde ist etwa 1 cm dick, von kurzfaserigem Bruch,aussen grau, innen gelblich, fein gestrichelt. Bei M. acuminata7besteht der Kork aus dünnwandigen Zellen, in der Mittelrindesind einzelne Zellgruppen zu Steinzellen umgewandelt, danebenfinden sich, wie auch im Bast, Oelzellen. Im Bast finden sich inden äusseren Theilen ebenfalls Steinzellen zusammen mit Easer-