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Sarcocephalus.
dankt der Baum den Namen Pfirsichbaum. Zur medicinischenVerwendung empfohlen ist das Holz (Njimoholz) der Wurzel(Egbessiwurzel, Woacroolie Boot) und die Stammrinde(Doundakörinde).
Das Njimoholz kommt theils in Stücken, die noch mit Bindeversehen sind, theils in runden, ebenfalls mit Binde versehenenAbschnitten nach Europa . Das Holz ist gelb, stellenweise röthlichund besitzt einen an Moschus erinnernden Geruch. Der alkoho-lische Auszug des Holzes fluorescirt, er ist im durchfallenden Lichtgelb, im auffallenden grün. Alkaloide enthält das Holz nicht,dagegen einen Bitterstoff von leicht aromatischem Geschmack undeine Harzsäure. Die Wirkung des Holzes soll der des Pepsinsähnlich sein, es wird auch von den Eingeborenen gekaut.
Die Binde (Doundakörinde, Jadali, Dorg, Amelliky,Quinquina africain, Quinquina de Bio Nunez, auch Njimo).Die Angaben über die Bestandtheile der Droge gehen auseinander;es wird angeführt derselbe Bitterstoff, der auch im Holz ent-halten ist, ferner zwei bitterschmeckende Besinoide C 2g H 19 N0 13und C 19 H 10 NO 8 . Die ursprüngliche Angabe, dass die Droge einAlkaloid, Doundakin, enthalte, welche die Athmung und dasHerz afficirt, hat sich nicht bestätigt. Offenbar war die unter-suchte Binde nicht die echte. Es sollen an ihrer Stelle andereBinden, besonders von Arten der Gattung M&rinda, in den Handelkommen. Die letzteren geben an Chloroform einen Farbstoff ab,der nach dem Abdunsten des Chloroforms mit Aceton und Aetz-lauge erwärmt, rothviolett bis blau wird, während bei gleicherBehandlung die echte Rinde eine gelbliche Flüssigkeit giebt.
Die Doundakörinde ist bis 0,5 cm dick, sehr faserig, aussenmit graubraunem Kork versehen, innen streifig. Sie zeigt einenaus flachen, unverdickten Zellen bestehenden Kork , nur die inner-sten Lagen des Korkes sind allseitig verdickt. Die Rinde zeigtBorkebildung. Die Markstrahlen sind 1—2 Zellreihen breit, ihreZellen wenig radial gestreckt. Die Baststrahlen sind sehr schmal,im Weichbast nur etwa 3 Zellreihen breit, es lassen sich schonim Querschnitt der Binde die Siebplatten der Siebröhren mitLeichtigkeit erkennen. Zahlreiche Zellen enthalten Krystallsancl,einige wenige auch Einzelkrystalle von Calciumoxalat , Sandzellenfinden sich auch in den Markstrahlen. Die übrigen Zellen desParenchyms enthalten Stärke in kleinen runden Körnern, braunerInhalt fehlt. Ferner zahlreiche kleine Gruppen von Bastfasernund auch einzelne Fasern. Dieselben sind sehr lang, dünn, starkverdickt, die Spitze unregelmässig zackig, oft auch die Seitendurch Eindrücke benachbarter Parenchymzellen.
Abgesehen von dem fehlenden Farbstoff in meiner Rinde unddem Krystallsand, die andererseits Moellers Rinde von 8. cor-datus Miq. fehlen, stimmen beide im Bau gut überein. Ein mirvorliegendes Muster von Njimoholz, dessen Binde übrigens genau