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sich in Macahe finden, wie ich von einem zuverlässigen Augen-zeugen, meinem Freunde Clarar, weiss.
Gehen wir nun noch etwas ein auf die Betrachtung desGesteins an sich. Wie Granit sieht dasselbe aus in kleinenHandstücken, besonders wenn es grobkörnig ist, so dass keineSpur von Schichtung zu erkennen Dass aber Schichtung wirk-lich existirt, sieht man nicht bloss im Grossen, sondern selbstoft an kleinen Handstücken deutlich, wenn das Gestein feinkör-nig ist. Durch Verwitterung von Feldspath und Glimmer ent-steht nun eine rothe Erde, auf welcher eine reiche Tropenvege-tation erblüht; und wo der Boden durch Kunst oder von Naturentblösst ist, da bildet der rothe Boden einen seltsamen Contrastzu der herrlichen grünen Decke. Das Gestein ist ohne Aus-nahme überall an der Oberfläche zersetzt, so dass ich z. B. hierrings herum, wo die Felsen nicht bis weit ins Innere dem Augezugänglich sind, keinen frischen Feldspath gefunden habe. InRio dagegen, wo ganze Hügel abgetragen werden, hat inan schoneher Gelegenheit, das Gestein im frischen Zustand zu beobachten.Ich habe solche Durchschnitte gesehen, wo die parallelen Lagenvon Feldspath und Glimmer in vielfachen Windungen deutlichhervortraten, und doch bilden diese Abhänge Ebenen, die fastsenkrecht in die Wege abfallen, also nicht durch Sprengen her-vorgebracht worden sein können. In der Timt ist die Masse miteinem scharfen Eisen geschnitten, d. b. sie ist mit der Hackeabgetragen worden, und ich konnte diesen scheinbar harten Gneis-fels zwischen den Fingern zerreiben. Der Quarz, der in solchenFällen sehr feinkörnig, ist natürlich nicht vom Eisen geschnittenworden, sondern ist demselben nach innen oder aussen gewichen.— Die Eigentümlichkeit, so steile Abhänge, Abhänge von 70bis 80 Grad und drüber zu bilden, ohne zu rutschen, behältübrigens der hiesige Boden auch im letzten Stadium der Zer-setzung, als reine rothe Erde bei. Oft sieht man so steile Ab-hänge von mehreren Klaftern Höhe; bald bildet sich von Flech-ten eine kleine vegetabilische Decke, und man ist sicher , dasskein Rutschen entsteht. Wenn ich nicht irre, hütet man sichin Europa wohl, bei Strassen und Eisenbahnbauten steilereBöschungen zu machen, als solche von 40 bis 45 Grad. ■— Andiesen Durchschnitten der Wege ist auch oft und schön dieschaalige Absonderung des Gesteins zu beobachten; mein FreundDr. H. Naegeli , den seine ärztliche Praxis weit in dieser Ge-