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Ein Beitrag zur Kenntniss des Brasilianischen Küstengebirges / von Herrn Heusser
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gend herumführt, hat schon Stücke von mehreren Fnss Durch-messer getroffen, die einen frischen Kern hatten, von derOberfläche ans aber bis tief hinein sicli zwiebelartig abschälenHessen .

Von zufällig in diesem Gneis vorkommenden Mineralien habeich selbst weiter nichts gefunden, als Granat und Turmalin (ge-meinen, schwarzen), Gold kommt eingesprengt in Quarz vor; esist vor 10 bis 20 Jahren durch Pochen und Schlemmen darausgewonnen worden und hat Veranlassung zur Bevölkerung dieserGegend gegeben. Der Gewinn war aber so gering, dass manjetzt die Arbeitskräfte mit mehr Vortheil auf den Cafebau ver-wendet. Von den übrigen Mineralien, die ich nicht selbstbeobachtet habe, die aber in diesem Gneis Vorkommen sollenoder in Europäischen Sammlungen wirklich schon bekannt sind,will ich nicht sprechen. Nur will ich noch erwähnen, dass aufunserer Fazende selbst ein Bruchstück eines Bergkrystalls (Säulevon 2 Zoll Länge und 1 Zoll Dicke) ohne Endigungsflächen ge-funden worden ist, das viele Wassertropfen eingeschlossen ent-hält. Da der Krystall im Innern ganz von Sprüngen durch-zogen ist, kann ich dieselben nicht einmal zählen; vier grösseresind aber deutlich zu beobachten.

Dagegen tritt nun Kalkstein, und zwar stets krystallinisch,bald grob- bald feinkörnig in grossen Massen in dem Gneis auf;so gerade auf unserer Fazende, und in diesem findet sich Schwe-felkies, Kupferkies, Magnetkies und Graphit ziemlich reichlicheingesprengt; ferner fand ich einen einzelnen Krystall, durchsich-tig, fast farblos, der nur wenige Flächen der Beobachtung dar-bietet, nach welchen ich denselben nicht erkennen kann. Bisjetzt habe ich keinen zweiten gefunden, und den einen wollte ichnicht zu Löthrohrproben verwenden. Sobald ich einen zweitenfinde, soll es geschehen. An der Grenze von Gneis und Kalktritt ferner in der Regel Strahlstein auf, scharf , ist aber dieGrenze nicht gezogen; Glimmer zieht sich weit in den Kalksteinhinein und ebenso Kalkspath in den Gneis. Was das .geologischeVerhältniss des Kalks zum Gneis betrifft, so wage ich keinUrtheil darüber auszusprechen, ob jener gangartig oder als Ein-keilung, oder wie immer, in diesem auftritt. Dagegen will ichgenau angeben, was ich von demselben beobachtet: In der Nähevon St. Rita tritt der Kalk in grösseren Massen auf und bildet