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Ein Beitrag zur Kenntniss des Brasilianischen Küstengebirges / von Herrn Heusser
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nach etwa 5 Meilen zur Stadt St. Paul im weiten Thal desTiete, wenig niedriger als der Uebergang der Serra. Auch aufdiesem Wege folgt man nicht dem Lauf eines Zuflusses zum Tiete,sondern steigt bergab und bergauf, 'wie von der Serra gegen dieParahyba hin. Das Thal des Tiete ist wohl über eine Meilebreit; so wie aber landeinwärts die Berge wieder ansteigen, fin-det sich auch wieder jene unendlich mannigfaltige Bodengesial-tung; die abgerundeten und welligen Formen mit ihren trichter-förmigen Vertiefungen, wie wir dieselben in der Provinz Riokennen gelernt haben. Mir kam der Boden noch zerklüftetervor, als hier um Cantagallo . Vielleicht war es bloss der ersteEindruck (ich war nämlich zuerst in St. Paul). Auf einer Höhein der Nähe von Gundiahy zwischen St. Paul und Campinas ,wo freilich nicht, ganz freie, aber doch einige Aussicht war, bliebich wohl über eine Stunde in Staunen versunken : mehr als dieüppige Decke der Oberfläche erinnerte mich ihre Gestaltung selbstdaran, dass ich in einer neuen Welt sei. Bis Campinas trägtdie Gegend denselben Charakter: dann aber nimmt sie allmäligsanftere Formen an; St. Joaö de Rio Claro liegt schon in einergrossen Ebene und erinnert, dass man sich der Campos-Regionnähert ; die Berge, die diese Ebene einschliessen, haben sanftereAbhänge, sind weniger zerrissen. Ich habe diese Gegend gernmit dem nördlichen Theil des Kantons Zürich verglichen, mitdem Irchel, Winterthur , Andelfingen etc. — Eine etwas auffal-lende Erscheinung habe ich noch zwischen Campinas und Amparaauf dem dort mannigfach zerrissenen Boden beobachtet. An ver-schiedenen Orten oben auf den Spitzen der Berge, sowie auchan ganz steilen Abhängen, aber wieder ganz oben nahe denKämmen liegen vereinzelte Gneisblöcke von verschiedener Grösse(ich schätzte einen solchen von '10 bis 25 Fuss Durchmessernach allen drei Seiten) massenhaft herum, kleben an den Ab-hängen , so dass man kaum begreifen kann, dass sie nicht her-unterrollen. Diese einzelnen Blöcke sind abgerundet, nicht scharf-kantig, aber das Gestein ziemlich frisch; ich bemerkte nirgendsan denselben durch Verwitterung eingefressene Stellen, oder-schalige Bildungen, so dass ich erst deren Entstehung nichtatmosphärischen Einflüssen zuschreiben wollte. Aeusserlich habenjene Partien zwischen Campinas und Ampara grosse Aehnlich-keit mit den vom Bergsturz horriihrenden Felsen um Goldau