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Eines Chrißlichen JCü Bedencken von Injurien - Processen.
Feinde fahren, und dringe mit aller Ge-walt in die warhaftige Liebe des Nechstenein, denn hierinn bestehet die Erfüllungdes göttlichen Willens. Röm. XIII. v. 8 -fiq,Gal. 5. v. 14. Und die Liebe decket derSünden Menge. 1. Pet. IV. -v. 8.
indem ich daselbst nur von denen b° iflvocaten rede, welche die Leute ^einander hetzen, und so wohl
als auch anderen . ßJch ll eb r
Processe führen
dient seyn, und sie stärcken. J ctlAdvocaten hertzlich, die da recht gchaft seyn, alle Sachen, vorherDieses ist, geliebter Leser, ob sie auch gerecht, und allein be §’ e }kurtz als möglich gewesen, den armen bedrängten und unten ^
Leuten zu ihrem Recht zu verheli en y#dabey auf eigenen Nutzen zu sehen-Gott, und aber wolte Gott! dass $solche Leute hätten, die da denten hülssen, und denen Witwen unc > n \\MRecht schaffeten. Es.I. v. 17. Wa S * ^ein solcher Christlicher Advocat thun»ihn jemand um Hülfe anspräche, 1 pjcljjInjurien Sache, soll er dem Beleidig 1 ^beystehen? Nein keine.sweges;muss er sich nothwendig anderertheilhaftig machen, er soll sie aber vl y e r|'zur Sanfcmutb, zur Gedult, und zll L e slfbung ermähnen. Ja, sagst du, man' ' “ . Vai-«m- AntWO rl ’
§. XXXI,was ich, sovon dieser Sache dir vorstellen wollen.;Überlege es nun selber ohne Vorurtheil,so wirst du diese Wahrheit erkennen.Die Sache ist so klar, dass wenn du auchdeinen blossen natürlichen Verstand, undden äussern Buchstaben der Schrift dabeygebrauchst , du wohl von der Wahrheitderselben möchtest überzeuget werden,Weil aber die natürliche Unart, und vielevorgefasste Meynungen, und das grosseAnsehen vieler Welt-kluger Leute , dirnichts desto weniger eine Hinderniss dar-unter machen möchte, so will ich dir treu-lich gerathen haben, dass du Gott selbstinbrünstig anrussest, dass er dir den rech-
solches den Beicht-Vätern: AntW c
lUUlUUlWg cunuu^n, waio W» VAH vaw* ‘vvu awawjw vatwui, Jafa d
ten Verstand der heiligen Schrift eröfnen, sen kan es ohnedem überlassen we ru jj ä t)Wund den rechten Sinn Jesu Christi geben jeder aber muss fein eigen Gewisi" en , <rdiesem deinem Heylande in seiner verwahren, damit er nicht
Beicht-Vater sich an jenem Tagebarmhertzigen Gerichts theilhaftig .jVl/Endlich hindert auch nicht, dass sichgestalt ein Advocat Schaden thun, ur \,dweben Nutzen entbehren würde.
Objection entstehet aus dem offenbarglauben, da ein Mensch lieber etwasmästiger Weife erwerben, als Gott ^ ä fs ewill. Ist denn Gott so ohnmächtig»einen solchen Menschen nicht sost e e j2können; oder ist er so unbarmherziger es nicht solte thun wollen? »a
nur ein Advocat fein Gewissen rein, ^ ßbefleckt zu erhalten, Gott wird 1 rStück Brodt auch zuwerssen, un 'auch an zeitlichen Segen, so es ihr 011und nicht vielmehr an seiner Seelenfarth hinderlich ist, nicht ermangNun, der Herr, Herr, versiegele ^ Jjjjes ^den Heiligen Geist in den Hertzefl * S 3rer, die es lesen, und lasse auchmen, zu seiner Zeit, reiste Früchte 0
wolle,
Sanftmuth und Demuth recht ähnlich zuwerden, wie er selbst verlanget hat, dasswir solche von ihm lernen mögen. Matth.XL v. 29. Frage ja keinen Advocaten,(wo du nicht gewiss versichert bist, dasser Gott fürchtet,) um Rath, denn derwird dir einen solchen blauen Dunst vordie Augen mahlen, dass du so bald deinrechtes Gesichte nicht wieder erhaltenwirst. Dahergegen erwege wohl, dass inErduldung aller Schmach die NachfolgeChristi bestehet, und Gott nicht diejenigen,die vor der Welt wollen in Ehren gehaltenwerden, sondern die vor Thoren und Nar-ren von der Welt gehalten und verachtetwerden, erwehlet hat. 1. Cor. I. v. 2 6.
§. XXXII. Eines finde noch zum Be-schluss nöthig zu erinnern, dass man nemlich,weil bisweilen der Advocaten nicht im Be-sten gedacht worden, mir nicht beymesse,als ob ich dadurch das, Officium, derer Advo-caten an-und vor sich selbst verworfen hätte;
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