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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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nannten. Sie sammelten die Blätter sorgsam und trocknetendieselben in ihren Hütten. Aus den trocknen Blättern, voneinem Palmblatt umwickelt, bildeten sie eine Rolle, in derLänge und Dicke einer Kerze. Diese zündeten sie an einemEnde an, und zogen den Rauch aus dem anderen Endedurch den Mund und die Nase mit großem Vergnügen ein.Der Rauch stillt für einige Zeit den Hunger und Durst.Die Frauen rauchten nicht. Die eingewanderten Franzosenfanden an dem Tabak bald Gefallen, doch verursachte ihnendas Rauchen Anfangs oft Schwindel, starken Schweiß undselbst eine Ohnmacht, wie Thevet an sich selbst wahrgenommenhat. In seiner im Jahr 1575 erschienenen Eosmographiehat er eine Beschreibung der Tabakpflanze mit einer Abbil-dung in Holzschnitt gegeben. Er hatte den sonderbarenEinfall dem Tabak, nach seinem Geburtsort Angousleme,den Namen Herbe Angoulmoisine beizulegen.

Im Jahr 1557 rüstete Bois le Eomte, auf den Rathdes Admirals Eoligny, mehrere Schiffe aus, um mißver-gnügte Hugenotten nach Brasilien zu führen, wo sie eineEolonie anzulegen die Absicht hatten. Unter ihnen befandsich der Calvinische Geistliche Jean de Lery aus Genf . DieSchiffe liefen in den Fluß Ganabra ein, und auf einer Inselwurde sogleich ein Fort erbaut, das man Eoligny nannte.Lery wurde bald mit den an den benachbarten Küstenlebenden Indianer-Stämmen des Volks der Guaranis bekannt,deren Lebensart, Sitten und Gebräuche er ausführlich beschriebenhat. Alle Eingebornen gingen nackt und waren mit dem

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Konevk 1518. 8. 4. I.erii Historie iisviKgUoni» in krnsilium,/4i»ericrt Uieitur. Lenevsre I5S4. 4.