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Safte einer Frucht, Genipa genannt, bemalt. Die Männerhatten das Haar auf dem Scheitel in Form einer Mönchs-krone geschoren, während sie es am Hinterhaupte lang wachsenließen. Ihre Unterlippe war durchbohrt, und in der Oeffnungwar ein großer, polierter, grüner Stein eingesetzt. Manchehatten auch die Wangen durchbohrt. In den verlängertenOhren trugen sie aus Muschelschalen oder Knochen verfertigtegroße Ohrgehänge. Die Frauen, deren Unterlippe nichtdurchbohrt war, hatten sehr langes, über den Rücken herab-hängendes Haar, und ihre Ohrgehänge reichten bis zu denSchultern herab.
Alle Indianer-Stämme bauten in der Nähe ihrer Hüt-ten ein Kraut, das sie Petun nannten, welches sie rauchtenund sehr hoch schätzten. Die grünen Blätter wurden in denHütten aufgehängt und getrocknet. Wollten sie rauchen, sonahmen sie einige Blätter, rollten sie in Form einer Hippezusammen, zündeten das eine Ende an und nahmen dasandere Ende in den Mund. Den eingezogenen Rauch stießensie aus der Nase und aus den Löchern in den Backen undder Unterlippe aus, wobei sie wie trunken wurden. Mit die-sem Rauch erhielten sich die Indianer angeblich bei ihrenKriegszügen und beim Mangel an Nahrungsmitteln. DieFrauen jedoch rauchten nicht.
Lery gedenkt ferner eines Tanzes der Indianer bei ihrenKriegszügen, wobei die Anführer Rauch aus einem Rohrgegen die Krieger ausblasend die Worte sprachen: nehmetalle hin den Geist der Stärke, auf daß ihr eure Feinde über-winden möget. Lery hegte übrigens die Meinung, das ächtePetun sei weder der Tabak Westindiens und MexicoS, nochdas Uorbv ^nKonlmoisine Thevet's.