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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Meinung und gab ihn für ein neues Mineral aus, das erEatlinit genannt hat. Ich besitze einen solchen Pfeifenkopf,der von der Nation der Winnebagos am See Michigan stammt, welchen mir mein Sohn Heinrich zum Geschenkgemacht hat. Dieser hat eine große Eigenschwere, ist abernicht so hart wie Marmor. Nach den bei Mineralogen ein-gezogenen Erkundigungen soll er ^ine Art Serpentinstein sein.Mit diesem kommt er auch darin überein, daß er sich leichtbearbeiten laßt und eine schöne Politur annimmt.

Ueber das Pseifenstein-Gebirg herrschen unter den in jener-»Gegend sich aufhaltenden Stämmen der Sioux oder Dahcota-Indianer viele alte Sagen, welche Eatlin mitgetheilthat. Nach einer Sage kamen daselbst in sehr alterZeit bei einer großen Wasserflut!) alle Stämme der rothenMenschen um, und sie wurden in den rothen Pfeifensteinverwandelt. Nach einer andern Sage machte der GroßeGeist, der Herr des Lebens, die Indianer, welche in blutigeKriege verwickelt waren, an diesem Orte mit dem Tabak-rauchen und der Friedens-Pfeife bekannt. Alle Indianer-Nationen waren vom Großen Geist hierher zusammen ge-rufen. Er selbst stand auf der höchsten Spitze des Gebirgs,brach ein Stück von dem rothen Felsen ab und bildetedaraus eine große Pfeife, aus der er rauchte. Den Rauchblies er über die ganze Versammlung nach allen Weltgegen-den hin. Dann sprach er zu ihnen: dieser Stein ist roth undist euer Fleisch, und gehört euch allen an. Verfertigt ausihm Pfeifen des Friedens und rauchet daraus, wenn ihr michbesänftigen und meinen Willen thun wollt. Aus diesem Bo-den darf von nun an nicht mehr die Kriegskeule, der To-mahak und das Skalpiermeffer erhoben werden. Bei demletzten Zuge aus der Pfeife verwandelte sich der Große Geist