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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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dem Rauchen eine ihrer LieblingS-Beschäftigungen, wenn sienach den Strapatzen der Jagd und den Kriegszügen undKämpfen in ihren Wigwams oder Hütten und Zelten aus-ruhen. Die Kunst, welche sie dabei üben, ist beim Mangelan guten Werkzeugen wahrhaft zu bewundern. Die schwie-rigste Arbeit ist das Aushöhlen der Pfeifenköpfe, wobei siealso verfahren. Ist der Kopf mittelst Feuersteinen und Messergeschnitten und geformt und durch Reiben an harten Steinenpolirt, so machen sie in denselben ein kleines Loch, setzen indieses die Spitze eines Stäbchens von sehr hartem Holz undgießen Wasser mit scharfem Sand hinein. Durch lang fortge-setztes schnelles Umdrehen des Holzes wird die Höhle gebildet,was eine lange und sehr mühsame Arbeit ist.

Die weit vom Pfeifenstein-Gebirge an den Duellen desMissouri in den Rocky Mountains sich aufhaltenden Schwarz-füße und die am oberen Missouri , am Milk-River und umdas Fort Union lebenden Assiniboins verfertigen ihre Pfeifen-köpfe (Tchanu Hupa) aus Talk oder Speckstein, oder auseinem schwärzlichen Stein, der in jenem Gebirge vorkommt.Diese haben aber nicht eine hammcrförmige Gestalt, wie dieder Siour, sondern sie sind kugel- oder birnförmig, und ruhenauf einer cubischen Unterlage. Solche Pfeifenköpfe hat PrinzMaximilian von Wied abgebildet. Auf der Tafel V,Figur 1 und 2 sind Pfeifenköpfe der Schwarzfüße, und Figur3 und 4 Pfeifenköpfe der Assiniboins dargestellt. Vielfältigtauschen sie aber auch Pfeifenköpfe von den Siour ein. JeneIndianer haben ferner Pfeifen, deren Kopf in gerader Rich-tung mit dem kurzen Rohr fortläuft (Fig. 5), deren sie sich

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