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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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eifrig bemüht an dem Calumet ihre Kunstfertigkeit zu zeigenund bewundern zu lassen. Jeder Indianer-Stamm schmücktübrigens die Friedenspfeife auf seine Weise, die Indianerkönnen daher beim ersten Blick bestimmen, welcher Nationein Calumet angehört.

Tafel VIII. stellt eine Friedens-Pfeise dar, nach einer Ab-bildung des Prinzen Maximilian zu Wied i), und Tafel IX.einen Häuptling der Mandanen mit der Friedens-Pfeife, nachCatlin 2).

Das Calumet einer Nation wird als ein heiliges Werk-zeug stets sehr sorgfältig von dem ersten Häuptling einerNation aufbewahrt, und aus ihm wird nur bei feierlichenGelegenheiten in den Naths-Versammlungen und beim Raths-Feuer geraucht.

Die von einem Wolke an ein anderes abgeschickten Ge-sandten und Friedensboten werden als geheiligte und un-verletzliche Personen angesehen, die unter dem Schutze desGroßen Geistes stehen. Ihnen übel zu begegnen wird fürein großes Verbrechen gehalten, welches der Große Geistdurch unglückliche Erfolge im Krieg oder durch große Nieder-lagen bestrafen werde. Stets führen die Gesandten ein Calu-met bei sich, welches die Stelle einer weißen Flagge vertritt,und welches ebenfalls für heilig gehalten wird. Wer eineFriedenspfeife verletzt oder beschimpft, wird mit dem Todebestraft. Dem Chef einer Nation, welcher ein Friedenspfeifeträgt, wird bei allen, selbst den rohsten Völkern, die größteEhre erwiesen, und es soll nie vorgekommen sein, daß einemGesandten, der ein Calumet trug, eine Beleidigung wider-

-) a. a. O. Taf. 48. Fig. 13.a. a. O. V»I. I. l>. 92. ?I. 49.