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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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fahren wäre. Die Gesandten werden feierlich und mit großemJubel empfangen, und die Häuptlinge bemühen sich ihnenalle Aufmerksamkeit zu erweisen. Es werden ihnen besondereHütten oder Zelte eingeräumt, in denen sie gastlich bewir-thet werden. Die Chefs unterlassen auch nicht, den Gesandteneine ihrer Frauen zur Gesellschaft zuzuführen.

Die bei Friedens-Unterhandlungen und beim Abschließenvon Bündnissen, Gränz- und Handels-Verträgen üblichenCeremonien haben Carver^), Loskiel ^), Heckewel-der^), Brackenridge, Long, de Smet u. a. beschrieben.Die Versammlungen und Berathungen werden in der großenRathshütte, meistens um Mittag gehalten. Der höchste Standder Sonne gilt als Sinnbild der herrschenden Freundschaft,und die Wärme der Sonnenstrahlen bezeichnet die Versöhn-lichkeit der Gemüther. Die Gesandten werden in die Naths-oder Gemeindehütte eingeführt, in deren Mitte ein großesFeuer brennt, und hier erhalten sie die Ehrenplätze, im Kreiseauf schönen Matten, Büffel- oder Bärenfellen sich nieder-lassend. Der erste Häuptling einer Nation tritt feierlichst, dieFriedens-Pfeife tragend, in den Kreis der Versammlung, umdie Verhandlungen mit dem Rauchen aus derselben zu eröff-nen. Er reicht sie einem alten vertrauten Krieger, um sie mitausgesuchtem Tabak zu füllen, wobei sich dieser sorgfältighütet, mit derselben die Erde zu berühren. Ist sie gefüllt, sonimmt er eine glühende Kohle aus dem Rathsfeuer und legtsie auf den Tabak. Sobald dieser gehörig brennt, hält er

>) a. a. O. S. 303.

Geschichte der Mission der evangelische» Brüder unter den Indianernin Nordamerika , Burley 1789. B. 1. S. 202.

') a. a. O. S. 132.

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