voir l), Bacqueville de la Pothene^) u. a. berichten,bei allen nördlichen und östlichen, an den Küsten des atlan-tischen Oceans, am St. Lorenz-Fluß, an den kanadischen Seen,am Hudson, Delaware, Ohio, Mississippi und am unterenMissouri wohnenden Völkerschaften im Gebrauch. Dagegenfand man es nicht bei den am oberen Missouri und im Felsen-Gebirge lebenden Indianern. Die Engländer und Franzosensingen bald nach ihrer Niederlassung in Amerika an, Wampumsehr sauber und in großer Menge zu verfertigen, welches diePelzhändler mit großem Gewinn an die Indianer absetzten.Hiedurch verlor das Wampum zwar sehr an Werth und Be-deutung, dennoch ist es bei den Indianern bis zur neuesten Zeitsehr geschätzt geblieben, und es spielt in ihrem Verkehr nochimmer eine wichtige Rolle.
In den Wampum-Gürteln, welche sich die Häuptlingebeim Abschlüsse von Verträgen zum Geschenke machen, sindverschiedene Zeichen und hieroglyphische Figuren angebracht,welche sich auf die eingegangenen Verträge beziehen ^). Mit-telst dieser behalten die Indianer dieselben im Gedächtniß undberufen sich auf sie, wie unsere Diplomaten auf die bei Friedens-schlüssen, Allianz-, Gränz- und Handels-Verträgen nieder-geschriebenen Urkunden. Ein Friedensbelt besteht aus weißemWampum, in dem zwei verschlungene Hände aus schwarzemWampum gebildet, enthalten sind. Wenn in einem schwarzenWampum-Gürtel in der Mitte eine oder zwei Reihen vonweißem Wampum von einem Ende bis zum anderen fort-laufen, so bezeichnet dies, daß zwei Nationen in gutem Ver-
>) a. a, O. T. S. l». 360.
') a. a. O. T. l. x. 333. avev t'iK.^ c.osliiel. a. a. O. B. I. S, 2. 3i.