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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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107
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nehmen und im Handelsverkehr bleiben wollen. Ein schwarzesWelt, in dem die rothe Figur einer Streitaxt angebracht ist, heißtein Kriegsbeil- Ein solches sendet ein Volk nebst Tabak an einanderes als Aufforderung zu einem gemeinsamen Kriegszug.Nimmt es der erste Häuptling an, raucht er von dem Tabak,und sagt er, der Tabak raucht sich gut, so gibt er dadurch zuerkennen, daß die Nation an dem Kriegszug Theil nehmenwill. Weigert sich der Ehef aber, das Welt anzunehmen undvvm übersendeten Tabak zu rauchen, so ist damit eine abschlä-gige Antwort ertheilt. Es ereignet sich zuweilen, daß eineGesandtschaft den Versuch macht, ein Volk zu einem Kriegs-zug zu überreden, indem sie das Welt dem Ehef auf die Schulternoder Schenkel legt. Beharrt er auf seinem Entschluß, soschüttelt er es unwillig ab, ohne es mit den Handen zu berüh-ren, und wirft es mit einem Stäbe dem Gesandten entgegen,als wenn er eine giftige Schlange aus dem Wege schleuderte').

Die beim Abschlüsse von Verträgen zum Geschenk erhal-tenes Wampum-Gürtel werden von den Häuptlingen sehrsorgfältig aufbewahrt, und sie machen einen wichtigen Theildes öffentlichen Schatzes und des Archivs einer Nation aus.

Dix Wampum-Gürtel der Indianer Nordamerika's habenoffenbar eine große Aehnlichkeit mit den LuipppS oder Duippus-Schnüren der alten Peruaner, welche aus verschiedenfarbigenFäden und Knoten bestanden. Die Farben und Knoten bezeich-neten gewisse Gegenstände, z. B. Weiß, Silber, Gelb, Gold,Weiß ferner Frieden, Noth Krieg. Die .Quippos oder Eor-doncillos-Eon-Nudos, wie sie Eaulin nennt, enthielten dieAnnalen der alten Peruaner, wie Lord Kingsborough?)

') Iwvkevtiavr. a. a. O. S. >38..^nlNjuiiies of lUexica. Vol. 8.