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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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111
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Der Tabak, dem die Indianer große Eigenschaften zu-schreiben, wird noch jetzt, wie ehemals, vielfältig als Arzenei-mittel gebraucht gegen Wunden, Geschwüre und innere Krank-heiten. Nach John Dun Hunter ') und Bigelow ?)bedienen sie sich der Tabakblätter, mit Spähnen der Wasser-eiche vermengt, als eines zertheilenden Mittels bei Geschwül-sten und Absccßen. Erwärmte Blatter legen sie auf schmerz-hafte Theile und aus veraltete Geschwüre. Ferner kocht mandie Blätter mit Bären-Fett vermischt, und macht Ausschlägedavon auf Geschwülste und Haut-Ausschläge. Außerdem wen-den die Indianer einen Abguß des Tabaks gegen die Wasser-sucht an. Auch benutzen sie ihn als Wurmmittel, indem siefrische Blätter auf den Unterleib der Kinder legen. Lescar-bot^) endlich führt von den Indianern Arkadiens oder Neu-schottlands, den Souriquois und Micknaks, an, daß sie sichzur Wiederbelebung Ertrunkener des Labakrauchs bedienten.Sie füllten mit demselben eine Blase oder ein Stück Darmeines Thiers an, in die sie ein Rohr befestigten, durch welchessie den Rauch in den After des Ertrunkenen einführten.

') a. a. O.

2 ) American ^leUieal Kotaus. koslvn >817.Ilislolrv cks I» »ouvelle kraue«, kari» 1609.