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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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brieten, daß er dem zu hohen Anschwellen der Wogen steuernmöge. In beiden Fällen gaben sie ihre Dankbarkeit dadurchkund, daß sie Tabak in die Luft oder auf das Wasser warfen.

Es gibt ferner Thiere, von denen die Indianer glauben,daß sie zu Schutzgeistern ihres Lebens bestellt seien, welche sieTotems nennen, und die folglich ebenfalls Ansprüche auf einigeAufmerksamkeit und auf Beweise ihrer Dankbarkeit hätten.Wenn sich in der Nacht das Geheul einer Eule hören läßt,so pflegt ein Indianer vom Lager aufzustehen und etwasTabak aufs Feuer zu werfen, in der Meinung, daß der auf-steigende Rauch den Bogel erreichen und es ihm bemerkbarmachen werde, daß man seinen Schutz und seine Güte gegendie Nation nicht vergessen habe.

Des Tabaks bedienen sich ferner viele Indianer als einesAmulets. So wickeln die Crows eine Portion Tabak in Lein-wand ein und hängen sie den Kindern als Amulet um denHals, wie Prinz Maximilian von Wied *) berichtet.

Die Indianer pflegen nach Major Long?), dem GroßenGeiste noch andere Dpfer als Tabak darzubringen. Nach einerJagd bestimmen sie ihm einen Theil des zuerst erlegten Wilds,ferner einen Theil der Erzeugnisse des Felds, und oft selbsteine kleine Portion ihrer eignen Mahlzeit.

Das Tabakrauchen ist bei den Indianern unläugbar ur-sprünglich ein religiöser Gebrauch, und stellt ein der Gottheit,dem Großen Geiste, dargebrachtes wohlgefälliges Opfer dar,

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