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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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120
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den Mittheilungen von Bossu^), Le Petit?) und DuProtz herrschte unter diesem Wolke ein höherer Grad von

Cultur und eine Staats-Einrichtung, wie man sie bei keinem

anderen Indianer-Stamme Nordamcrika's angetroffen hat.Das zahlreiche Wölk lebte in mehr als sechzig Städten undDörfern, welche unter eigenen Chefs oder Fürsten standen,die den Namen der Sonnen führten. Alle diese Fürsten warenBasalten eines Oberhauptes, der großen Sonne, welcher aufder Brust das goldene Wild der Sonne trug, von der erwie die Inkas in Peru abzustammen behauptete. Er führteden Namen Ouachil, welcher großes oder höchstes Feuer be-deutet. Dieser oberste Chef wurde als ein höheres Wesen,

als der Bruder der Sonne verehrt, er herrschte als Reprä-

sentant der Gottheit unumschränkt, und sein Wille war Gesetz.Nach seinem Tode wurden seine Frauen getödtet, um ihmin einer andern Welt zu dienen. In den Städten und Dör-fern der Natchez waren Tempel aufgeführt, in denen wie inPeru die Sonne angebetet und durch Priester ein ewigesFeuer unterhalten wurde. In den Tempeln wurden auch,wie ehemals im großen Sonnen-Lempel zu Cuzco , die Ge-beine der verstorbenen Häuptlinge aufbewahrt.

Daß das Tabakrauchen bei den Natchez ein der Sonnegebrachtes Opfer war, erhellet unläugbar aus den von Char-levoir und Bossu mitgetheilten Nachrichten. Jeden Morgenging der Häuptling eines Stamms, mit der Friedenspfeifein der Hand, an der Spitze des versammelten Bolks, mitlangsamen Schritten der aufgehenden Sonne entgegen, umsie feierlichst zu begrüßen. Sowie sie erschien, warf er sich

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') His Mslorx ok l-ouisigna. l-oinioii. 1774. p. 291.