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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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künde an der Universität zu Sevilla , pries den Tabak zuerstals ein vorzügliches Arzneikraut, sich stützend auf die Nach-richten, welche ihm aus der Neuen Welt zurückgekehrte Spa-nier über dessen vortreffliche Eigenschaften mitgetheilt hatten.Er schrieb ihm folgende Wirkungen zu. Die warm aufgeleg-ten grünen.Blatter seien ein gutes Mittel gegen Kopfschmerz,Magenkrampf, Eoliken, Gichtschmerzen und Mutter-Beschwer-den. Der aus frischen Blättern gepreßte Saft in den Mundgenommen, beseitige das Zahnweh. Eine Abkochung des Ta-baks leiste bei langwierigem Husten, Asthma und anderen auseinem kalten Humor entspringenden Krankheiten sehr guteDienste. Tabakssaft in kleinen Gaben treibe die Eingeweide-würmer ab. Dies bewirke ebenfalls ein auf den Nabel ge-legtes zerquetschtes frisches Blatt. Außerdem empfahl Mo-nardes ein Absud des Tabakes als Klystier bei hartnäckigerVerstopfung. Die frischen Blatter seien ferner ein vortreff-liches Wundkraut, welches die Blutung stille und die Hei-lung beschleunige. In Salben endlich sei der Tabak ein sehrwirksames Mittel gegen alle bösartigen Geschwüre. Monar-des erwähnt ebenfalls beiläufig der mexikanischen Rauchrohre,und der aus Tabak und Muschelschalen-Pulver bereiteten Pil-len, bei deren Gebrauch die Mexicaner drei bis vier Lagelang Hunger und Durst ertragen könnten.

Rembert Dodonäus^) führte die Tabakspflanze zuerstunter dem Namen Il^ose^amus peruviunus auf, und gabeine Abbildung derselben. Der gleichzeitig lebende BotanikerMatthias de Lobel ^) sagt von der Tabakpflanze: sie sei

>) Ou^dsdovk. ^ntverpen 1583. fol.

2 ) klsiitarnm seu Stirpium Ilistoris. ^nlverpiae 1576. s»1. p. 316.uoä Kova »tirxium ^ckverssris. p. 251.