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Das Erscheinen des Amerikanischen Gebrauchs im Reicheder Osmanen ist merkwürdig sowohl durch die Leidenschaft,mit dem sich die Türken diesem neuen Genuß Hingaben, alsdurch die Strenge, mit der gar bald gegen denselben ge-wüthet wurde. Der Tabak und der Kaffee, kaum in dasOSmanische Reich eingewandert, wurden schnell so einheimisch,daß sie Lebensbedürfnisse des Türken wurden, dessen Bilddann, da er sich nicht wohl ohne Kaffee und Tabak-pfeife denken laßt, bald im übrigen Europa zum AuShänge-Schild der Kaffee-Häuser und Tabak-Buden erkoren wurde.Kaffee und Tabak wurden für den Osmanen die Pole, umdie sich der Genuß erkünstelter Erregung dreht. Sehr wahrsagt von Hammer, Kaffee, Tabak und Opium sind diedrei Räder des Wagens seiner Begeisterung, denn das vierteRad, der Wein, eben weil er gesetzlich verboten ist, als heim-licher Genuß, einen um so größeren Umschwung gibt. Kaffee,Tabak, Opium und Wein sind von Osmanischen Dichternhäufig als die vier Elemente deS Vergnügens und als diePolster des Sopha's des Genusses gepriesen worden. Ebenso häufig werden sie aber auch von den Gesetz-Gelehrten alsdie Säulen des Zelts der Ueppigkeit geschildert und als dievier Minister des Teufels verdammt.
Gegen das Tabakrauchen erhoben sich zuerst die Geist-lichen oder Mufti's, welche es für nicht verträglich mit denVorschriften des Koran erklärten, und daher ein Verbot gegendasselbe erwirkten, unter Androhung schwerer Strafen. WerTabak rauchend ergriffen wurde, dem wurde die Nase durch-bohrt, und in die Oeffnung das Pfeifenrohr gesteckt. Sowurde er auf einem Esel durch die Straßen Constantinopelsgeführt und dem Spott des Pöbels Preis gegeben.
Im Jahr 1633 war in Constantinopel eine große Feuers-