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brunst ausgebrochen, welche «nter dem Wolke allgemeinesMißvergnügen und große Aufregung verursacht hatte, diesich besonders in den Kaffeehäusern laut äußerte. Der Sul-tan Murad der Vierte erließ den Befehl, die Kaffeehäu-ser, als die Versammlungsorte der Unzufriedenen, zu schließenund niederzureißen, welcher Befehl streng vollzogen wurde.Auf die Zerstörung der Kaffeehäuser folgte unmittelbar dasVerbot des Tabakrauchens bei Todesstrafe. Den Verwandgab die Feuersgefahr, welche aus dem Rauchen entspringe,in der That aber war es eine Maßregel der höheren Polizei,um durch die Verhinderung des Besuchs der Kaffeehäuserund das Verbot des Tabakrauchens die Zusammenkünfte derUnzufriedenen und Tadler der Regierung zu beseitigen. DieUebertreter jenes Verbots wurden mit dem Schwerte verfolgt.Der grausame Sultan selbst machte in der Nacht die Runde,und wer bei Kaffee und Pfeife gefunden wurde, war einKind des Todes. Die am Morgen auf den Straßen liegen-den Leichname der Hingerichteten bezeugten die in der Nachtgeübte Tyrannei. So büßten viele Freunde des Kaffee's unddes Tabaks ihre Liebhaberei mit dem Leben, wie von Ham-mer *) nachgewiesen hat.
Bei den im Jahr 1638 unternommenen Feldzug Mu-rad's gegen die Perser gingen die Hinrichtungen der Tabak-raucher ihren blutigen Gang fort. Soldaten, die im Geheimrauchend mit der Pfeife ergriffen wurden, waren dem Todeverfallen. Sie wurden geköpft, gehenkt, geviertheilt, oder mitzerschmetterten Händen und Füßen vor die Zelte geworfen^).
>) a. a. O. B. S. S. ISO.
2) von Hammer a. a. O. B» S. S. 240 .