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zuerst Jndier Tabak rauchen. Zugleich meldet er, man habebereits angefangen an einigen Orten Tabak zu bauen, deraber nicht so gut als der Westindische Tabak sei.
Im Jahr l626, da Thomas Herbert einen großenTheil Vorderindiens durchreiste, waren die Eingebornen demTabak bereits sehr ergeben. Sie rauchten aus einem irdenenKopf und einem langen Rohr. Nach I. A. von Man-delslo?), der sich im Jahr 1635 in Indien aufhielt, warendie Banjanen leidenschaftliche Raucher, die er selbst in denTempeln rauchen sah. Bei einem Besuche, den er dem Chanin der Stadt Amadabad abstattete, fand er denselben auseiner Persischen Pfeife rauchend, neben welcher ein Dienerstand, der mit der einen Hand glühende Kohlen auf denPfeifenkopf legte und mit der andern dem Chan das Rohrin den Mund führte.
Nach obigen Nachrichten wurde das Tabakrauchen in Hin-dostan erst zu Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts bekannt,und es gelangte dahin theils durch Europäische Seefahrer,Portugiesen, Holländer und Engländer, theils aber durch dieaus Syrien und Persien auf der alten Königsstraße überCandahar und Kabul kommenden Karavanen. Für diese Ein-führung spricht ferner der Name Tumbacco und Tamaku, dener in den Indischen Ländern führt.
Das Tabakrauchen hat sich sehr schnell in allen LändernIndiens verbreitet, und alle Bewohner, mit Ausnahme derSeiks oder Sikhs in Lahore und im Peng'ab, sind ihm sehrergeben. Die Hindus, alle Kasten, die Brammen, Chatriges,Veisiyas, Sudras und Pariahs, sowie die Mohamedaner, Mon-
') Ebendas. S, 408.436. 454.
Morgenländische Reise-Beschreibung. Schleswig 1668.