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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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231
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gvlen, Araber, Afghanen, Parsi, Beludschen und Armenier,die in Hindostan leben, stöhnen diesem Genuß.

Nach den Nachrichten aller neuern Reisenden macht dasRauchen nicht nur in den Städten einen Gegenstand des täg-lichen Zeitvertreibs an öffentlichen Listen, in den Kaffeehäu-sern und Bazars aus, sondern es ist auch in den ärmstenDörfern herrschend. Burnes sah die in großer Dürftigkeitlebenden, am Chinab wandernden Kattas oder Jun eifrigrauchen. Selbst die Tudas, die armen Hirten im Nilgherrykönnen sich nach Harkneß diesen Genuß nicht versagen. Auchdie rohen, in großer Armuth lebenden Bhils oder Bhillas,in den Gebirgs-Wildnissen wohnend, welche das hohe Malwa-Plateau und das Newauer Thal von GuzcrateS Ebenen schei-den, rauchen Tabak, wie Malcolm berichtet. Sie handelndenselben von den mehr cultivirten Bhils ein, welche in denThälern lebend Ackerbau treiben. Der Gebrauch hat sich fernerauch längst in das Himalaya -Gebirg verbreitet. Im LandeBhutan , an der Ostseite des Gebirgs, wird überall Tabakgeraucht, der aus dem Tarigani von Coch eingeführt wird.Die Doms und die Rawats oder Rajcs und die Kamavasim Gebirgsland Kamaun rauchen gleichfalls. Die höhereKaste der Brahmanen jedoch kaut nur Tabak-Blätter mitKalk vermischt, raucht aber blos Chir-ras oder den berau-schenden verdickten Saft des Hanfs. Die Sikhs allein, einereligiöse Sekte in Lahore , welche ein Hindupriester NamensNanik, oder Guru Nanak , am Ende des fünfzehnten Jahr-hunderts gründete, verachten den Tabak als verunreinigend.

Aemoir ok LentrnI Lsin Voi. t. p. 516. on Nie kliills; in

^rnosnel-ioos vt Nie ^sintie Society. I.onilon 1824. Vol. I.k. 1. p. 65.