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Sonne untergegangen ist, macht das Cigarren-Mädchen seineToilette, beschmiert das Antlitz und jeden bloßen Theil desKörpers mit dem duftenden Thanaka, hängt ihr Halsbandum und legt ihren seidenen Oberrock und ihren sammtenenKopfputz an. So angezogen geht sie mit einer Schüssel vollCigarren auf einen öffentlichen Platz und zündet eine Fackelan, die bei weitem mehr sie als die Cigarren beleuchtet, aufwas es auch abgesehen ist. Sie will hier ihre Liebhaber undFreunde sehen, welche ihr die Cigarren um gutes Geld ab-kaufen und zugleich Liebesworte in's Ohr raunen. Das Ge-werbe ist nicht gerade auf Preisgeben ihrer Person abge-sehen, und die öffentliche Meinung verbindet auch durchauskeinen schlimmen Begriff mit demselben.
Tabak wird im Reiche der Birmanen in Menge gebaut.Wallich fand selbst bei seinem Ausflug auf die Gebirge imOsten von Ava, auf die Tong-taong Kette gegen Laos , nochTabak-Pflanzungen. Tabak wird aber auch noch aus Ben-galen, Chittagong und Malacca eingeführt.
Leidenschaftliche Tabakraucher sind ferner die BewohnerCochinchina's, Tonkings, Annams, Cambodias und der Halb-insel Malacca . Georg Staunton *) berichtet von dem Auf-enthalt der Gesandtschaft Macartneys zu Turon in Cochin-china im Jahr 1793: alle Stande beiderlei Geschlechts kauenAreka mit Betel und rauchen Tabak. Ein seidner, am Gurthängender Beutel, in dessen verschiedenen Abtheilungen dieseDinge sich befinden, ist ein Hauptstück ihres AnzugS. Wereinen Diener halten kann, läßt sich beständig von ihm allesnachtragen, was zum Tabakrauchen erforderlich ist. Das