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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Gefallen als die Männer. Man rauchte aus einer besonderenGeräthschaft, von der er eine Abbildung gegeben hat. Tabakerhielten die Siamesen damals aus Manilla und China .Schnupftabak aber wurde noch wenig gebraucht. Im Jahr1828, da Crawfurd^) Siam besuchte, war das Tabak-rauchen allgemein üblich. Selten, sagt er, sieht man die Sia-mesen ohne Cigarren im Munde oder hinter dem Ohre.Außer dem Kauen von Betel herrscht auch das Kauen vonTabak. Sie haben ihm den Namen von Medecin beigelegt.Wahrend früher viel Tabak vorzüglich aus Java eingeführtwurde, wird er jetzt in ganz Siam in Menge gebaut undzwar von guter Qualität. Der beste wachst in den DistriktenChanta-bun und Bampasci. Gegenwärtig wird selbst ein be-deutendes Quantum nach Cochinchina und in die Malaien-länder ausgeführt.

Dem Tabakrauchen sehr ergeben sind ebenfalls die Be-wohner Birmas, und zwar beide Geschlechter, selbst Kinderrauchen. Oft, sagt Crawfurd, sieht man Männer und Wei-ber, welche eine halb gerauchte Cigarre in einem großenLoche der durchbohrten Qhrlappen aufbewahren. In Ava,sowie fast in jeder Stadt Birma's, gibt es Mädchen, dieeinen bedeutenden Gewinn durch den Verkauf von Cigarrenmachen und bei diesem Handel sich sicher Liebhaber und zu-weilen Ehemänner erwerben ^). Sie beginnen ihr Geschäftmit zwölf oder dreizehn Jahren. Den Tag über verfertigensie ihre Waare, die aus Banianen-Blättern besteht, in diefein geschnittener Tabak gewickelt wird, Abends, sobald die

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