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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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240
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sen, deren sich aber die Chinesen, Araber, Hindu und Negerbedienen, bei denen auch die Hucka in Gebrauch ist. DieEingebornen beginnen in früher Jugend zu rauchen, selbstKinder und Frauen sind ihm zugethan. Noch allgemeiner istdas Kauen von Tabak, dem sowohl Männer als Frauen er-geben sind. Man kaut ihn für sich oder mit Betel vermengt.Die Malaien bedienen sich des Tabaks auch als Heilmittel,namentlich des ausgepreßten Safts, theils innerlich, theilsäußerlich gegen die Krätze.

In Java wird sehr viel Tabak gebaut und selbst auf denBergen bis zu einer Höhe von 4000 Fuß über dem Meere,namentlich zu Bator und auf dem Djeng. Der JavanischeTabak hat ein rundliches, dunkelgrünes und dickes Blatt undweißliche Blüthen. Er erreicht eine Höhe von 6 — 8 Fuß.Nach den von Erawfurd ') gegebenen Nachrichten wirdder Samen auf Beeten in gebirgigen Gegenden gesäet, unddie jungen Pflanzen werden in das fruchtbare Land derEbenen und Thäler verpflanzt, meist auf Aecker, worauf Reisgebaut war. Sobald die Blätter ganz ausgewachsen sind,werden sie vor der Regenzeit abgenommen, die unteren gro-ßen Blätter zuerst und dann die oberen kleineren Blätter,welche den feinsten Tabak geben. Die zusammengelegtenBlätter werden zerschnitten und getrocknet. Hierauf werdensie in dürre Pisangblätter gebunden. In Allgemeinen ist derJavanische Tabak sehr stark, so daß er wenigen Europäernmundet. Der feinste Tabak für den inländischen Markt istder gelbe Tuban-Tabak. Biet Tabak wird im Inneren derInsel, in den fruchtbaren Thälern Kadu, Cadok und Ban-jamas gebaut. Der Hauptstapelort für den Tabak-Handel,

') itisioi') af tlie Inäisn ^rvI>ipet»K 0 Vol> l- p. 406.