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weißem Kupfer oder Messing, und bei den Bornehmen ausSilber verfertigt sind, und die nur wenig Tabak soffen. Indiese wird ein kurzes Rohr, aus Bambus oder aus verschiedengefärbtem Holz eingesetzt. Die Rohre der Frauen--Pfeifenaber sind lang, und sie bedienen sich derselben häufig zu-gleich als eines Stabs, um sich darauf bei dem schwanken-den Gang auf den kleinen Füßen zu stützen. Bei den Vor-nehmen und Mandarinen sind auch wie in Persien und In-dien Nauch-Apparate im Gebrauch, in denen der Rauch durchWasser geleitet wird. Der Tabak wird ganz sein geschnitten,gehobelt oder zerrieben, und oft werden ihm wohlriechendeSubstanzen beigemengt.
In China wird auch zu Pulver zerriebener Tabak geschnupft.Staunten sagt, ein Mandarin ist selten ohne ein buntesSchnupftabak-Fläschchen, woraus er, wenn er Tabak nehmenwill, eine Prise auf die Rückseite der linken Hand, zwischendem Daumen und Zeigefinger, schüttet und sie zur Naseführt. Erman sah in Maimatschin ebenfalls kleine linsen-förmige gläserne Flaschen, in deren cylindrischem Hals ein Deckeleingeschraubt war, an dessen unterer Seite ein kleiner Löffelbefestigt war, zum Schöpfen des Tabaks. Bei den Chinesen,Mandschus und Mongolen ist es ferner wie in Europa eineHöflichkeits-Bezeugung, die Tabak-Dose zu präsentiren.
Aus dem durch daS ganze Chinesische Reich, bis in dieentlegensten Provinzen im Norden an der Wüste Thian-Schan-Nanlu oder Gobi, in der Mongolei und Mandschureiganz allgemein verbreiteten Gebrauch des Tabaks hat mangefolgert, daß derselbe schon vor Entdeckung des neuen Con-tinentS bekannt war. Dagegen lassen sich erhebliche Gründevorbringen. Abgesehen, daß die frühesten Europäischen Rei-senden, welche China besuchten, Marco Polo und John